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Dresden muss mehr für Papierkorb-Leerungen ausgeben

Dresden muss mehr für Papierkorb-Leerungen ausgeben

Die Stadt halbwegs sauber zu halten, wird für die Stadtverwaltung teurer: Musste sie der Stadtreinigung und anderen damit beauftragten Firmen im Jahr 2010 rund 890000 Euro dafür bezahlen, die öffentlichen Papierkörbe auf Straßen und Plätzen zu leeren, sind es in diesem Jahr bereits 1,16 Millionen Euro - ein Anstieg um fast ein Drittel.

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Vor allem in der Innenstadt müssen die Papierkörbe inzwischen schon zweimal täglich geleert werden, damit der Müll nicht überquillt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das teilte Dagmar Kuklinski, die für Abfallwirtschaft zuständige Abteilungsleiterin im Wirtschaftsdezernat, auf DNN-Anfrage mit.

Schuld an der Kostensteigerung seien unter anderem höhere Forderungen der beauftragten Unternehmen und die schrittweise Umrüstung von offenen auf geschlossene und größere Papierkörbe. Sie fassen mehr Müll und wirken nach außen sauberer, deren Leerung ist aber aufwendiger.

Zudem hatte es in jüngster Vergangenheit immer wieder Anwohnerproteste - beispielsweise am Alaunpark (DNN berichteten) - gegeben, weil öffentliche Mülleimer überquellen. Nicht zuletzt deshalb ließ die Stadt in den vergangenen drei Jahren 100 zusätzliche Papierkörbe aufstellen und alle Abfalleimer auch häufiger leeren, was die Kosten ebenfalls in die Höhe trieb. Mittlerweile stehen im Stadtgebiet etwa 3800 öffentliche Papierkörbe, davon rund 1500 in Parks und auf Spielplätzen. Im vergangenen Jahr wurden so insgesamt 516640 Entleerungen fällig, etwa 10000 mehr als im Jahr 2010.

"In den letzten Jahren wurden aufgrund der veränderten und zunehmenden Nutzung des öffentlichen Raumes schrittweise verdichtete Zyklen eingeführt", teilte Kuklinski mit. "So wurden im Sommerhalbjahr 2007 für das Stadtzentrum samstags die Entleerung der Papierkörbe von einmal auf zweimal pro Tag erhöht. Seit dem Jahr 2010 werden im Sommerhalbjahr alle Papierkörbe im Stadtzentrum zweimal pro Tag geleert. Weiterhin sind seit 2012 im Bereich der Prager Straße im Sommerhalbjahr drei zusätzliche Müllgroßbehälter mit jeweils 240 Liter Inhalt zur Entlastung der herkömmlichen Papierkörbe im Einsatz."

Des Weiteren hat auch die Feierlust der Dresdner ihre Kehrseite: Mittlerweile musste das Abfallamt jenseits seines regulären Haushaltsbudgets zusätzliche Mittel aus dem "Lokalen Handlungsprogramm für Ordnung und Sauberkeit" einsetzen, um zum Beispiel nach dem Dresdner Stadtfest, dem Dixilandfestival und dem Striezelmarkt die sonst überquellenden Papierkörbe leeren zu können. Auch für "besonders stark frequentierte Bereiche wie die Prager Straße" habe man solche Sonderfinanzspritzen einsetzen müssen, räumte Kuklinski ein.

Allerdings wies sie Vorwürfe der Linken-Politikerin Kristin Hofmann vom Ortsbeirat Neustadt zurück, die Stadtreinigung operiere in der "Papierkorbbewirtschaftung" am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten - die Papierkorb-Leerungen seien gesichert, betonte Kuklinski. Hofmann hatte zuvor das Abfallwirtschaftsamt und die Stadtreinigung darum gebeten, an den Papierkörben in der Neustadt sogenannte Pfandringe anzubringen. Die Idee: Die Passanten sollen ihre Pfandflaschen in die Ringe statt in die Körbe stecken, damit Obdachlose und andere Pfandflaschensammler leichter an das geldbringende Leergut herankommen. Dies hatte die Stadt allerdings unter Verweis auf Budgetzwänge abgelehnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.10.2013

Heiko Weckbrodt

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