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Dresden mietet in großem Stil Wohnungen für Asylbewerber an

Schon 1119 Personen kamen in diesem Jahr Dresden mietet in großem Stil Wohnungen für Asylbewerber an

Auch wenn die Balkanroute gegenwärtig geschlossen ist und die EU sich mit der Türkei auf ein Abkommen zur Flüchtlingsproblematik geeinigt hat: Der Zustrom von Asylbewerbern nach Dresden hält unvermindert an. Laut Sprecher Kai Schulz hat die Stadt bis zum 21. März bereits 1119 Flüchtlinge aufgenommen.

Laut Sprecher Kai Schulz hat die Stadt bis zum 21. März bereits 1119 Flüchtlinge aufgenommen.

Quelle: dpa

Dresden.  Die Landeshauptstadt Dresden muss nach einer ersten Planung des Freistaats Sachsen in diesem Jahr 6752 Flüchtlinge aufnehmen. Diese Zahl hat laut Stadtsprecher Kai Schulz die Landesdirektion Sachsen der Stadtverwaltung mitgeteilt. Die Stadt selbst lege intern als Arbeitsgrundlage die gleiche Zuweisungszahl wie aus dem Jahr 2015 zugrunde. Im vergangenen Jahr wurden Dresden 4180 Personen zur Unterbringung zugewiesen.

Auch wenn die Balkanroute gegenwärtig geschlossen ist und die EU sich mit der Türkei auf ein Abkommen zur Flüchtlingsproblematik geeinigt hat: Der Zustrom von Asylbewerbern nach Dresden hält unvermindert an. Laut Schulz hat die Stadt bis zum 21. März bereits 1119 Flüchtlinge aufgenommen. Diese Zahl auf das Jahr hochgerechnet, dürften tatsächlich deutlich mehr als 4000 Asylbewerber der Stadt zugewiesen werden. Die meisten Neuankömmlinge in diesem Jahr stammen mit 384 aus Syrien und 226 aus Afghanistan.

In der 14. Kalenderwoche weist die Landesdirektion der Stadt 55 Asylbewerber zu, wobei 46 aus Syrien, vier aus dem Irak und nur eine Person aus Afghanistan kommen. Ein weiterer Asylbewerber ist marokkanischer Staatsangehöriger, drei kommen aus asiatischen Staaten. In der Osterwoche war kein neuer Asylbewerber nach Dresden gekommen.

Untergebracht werden die neu ankommenden Asylbewerber gegenwärtig nicht in Übergangsheimen oder Notunterkünften, sondern die Stadt mietet vom Wohnungskonzern Vonovia – der früheren Gafah – Wohnungen in großem Umfang an. Zum 1. April hat die Stadt bereits 590 Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern angemietet. Unter diesen 590 Wohnungen befinden sich nach den Angaben von Schulz auch 293 Wohnungen, für die die Landeshauptstadt über das Belegungsrecht verfügt.

Beim Verkauf der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Woba im Jahr 2006 an einen amerikanischen Investor hatte die Stadt in einer Sozialcharta für die Versorgung einkommensschwacher wohnungssuchender Haushalte ein Belegungsrecht für 10 000 Wohnungen vereinbart. Dieses städtische Belegungsrecht gilt nun für den Unternehmenbestand der Vonovia. „Vonovia meldet der Stadt regelmäßig frei werdenden Wohnraum innerhalb des belegungsgebundenen Bestands“, erklärte Schulz.

Der Bestand freier Wohnungen mit Belegungsrecht wird immer kleiner. Mit Stand 28. März würden 384 Wohnungen im belegungsgebundenen Bestand der Landeshauptstadt Dresden für die Vermietung zur Verfügung stehen, so der Stadtsprecher. Es sei nicht geplant, eine Reserve an Wohnungen mit Belegungsrecht für den Zustrom von Asylbewerbern vorzuhalten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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