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Dresden liegt bei Steuereinnahmen weiter hinter Leipzig

Zwischenbilanz Dresden liegt bei Steuereinnahmen weiter hinter Leipzig

Die Großstädte in Sachsen liefern sich regelmäßig ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Steuereinnahmen. Diese Zahlen stehen für die Wirtschaftskraft einer Stadt. Nach bisher vorliegenden Werten bleibt Dresden hinter Leipzig zurück.

Dresden.  Die Steuereinnahmen einer Kommune gelten gemeinhin als Zeichen für die Wirtschaftskraft. Dresden hat da in den letzten Jahren gegenüber Chemnitz und Leipzig Federn lassen müssen. Und auch für 2015 sieht es jetzt nicht besonders gut aus.

Selbst hohe Einkommensteuerwerte hatten in der Vergangenheit nicht verhindern können, dass Dresden beim gesamten Steueraufkommen nach jahrelanger Führung unter den Kreisfreien Städten erst von Chemnitz und 2014 auch noch von Leipzig überholt worden ist. Pro Einwohner erzielte Leipzig 2014 insgesamt Steuereinnahmen von 929,01 Euro und Chemnitz von 852,98 Euro. In Dresden flossen auf jeden Einwohner gerechnet 842,57 Euro in die Stadtkasse.

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch für 2015 ab. Nach den aktuellsten vorliegenden Zahlen (Stand: 30. September 2015) kam Leipzig in den ersten drei Quartalen auf Steuereinnahmen in Höhe von 673,37 Euro pro Einwohner. Dresden brachte es in der gleichen Zeit auf 613,54 Euro pro Kopf. Immerhin reicht das für einen knappen Vorsprung vor Chemnitz (596,26 Euro pro Kopf).

Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Stadt nicht von den Zahlen beeindrucken lassen. Leipzig habe mehr Schulden als Steuereinnahmen, Dresden garantiere jedem Kind einen Kita-Platz, könne im dreistelligen Millionen-Bereich investieren im Jahr. Damit entstünden unter anderem zwei kulturelle Großprojekte. Leipzig habe da eher das Nachsehen. Zum Jahresende 2015 hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in den DNN sein Vertrauen in die Wirtschaftskraft der Stadt bekräftigt. Die Mikroelektronik-Branche stecke in einer nie dagewesenen Umbruch- und Konsolidierungsphase. Das Rückgrat der Dresdner Wirtschaft sei jedoch der Mittelstand. „Dieser ist stark und wächst.“ In Dresden konzentrierten sich alle sechs EU-Schlüsseltechnologien. Der Raum Dresden gehöre zu den innovativsten Hochtechnologie-Regionen weltweit. Dresden habe mit seinen vielen attraktiven Unternehmen auch Anziehungskraft auf dem Arbeitsmarkt. In der Tat erreichte die Arbeitslosenquote in den letzten Monaten immer neue Tiefstwerte.

Der Rückstand zu Leipzig entspringt auch bei den aktuellen Zahlen vor allem dem großen Unterschied bei den Gewerbesteuereinnahmen, der nicht durch höhere Einkommensteueranteile in der Landeshauptstadt kompensiert werden kann. Dresden nahm in den drei Quartalen des Vorjahres 279,99 Euro pro Einwohner an Gewerbesteuer ein, der auf die Stadt entfallende Anteil an der Einkommensteuer lag bei 162,33 Euro pro Einwohner. Die Messestadt, mit großen Unternehmen wie VNG, Flughafen und Autokonzernen, brachte es bei der Einkommensteuer zwar nur auf 139,81 Euro pro Einwohner, bei der Gewerbesteuer glänzt die Stadt für jeden Leipziger allerdings mit 343,93 Euro.

Von Ingolf Pleil

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