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„Dresden ist eine Schwarmstadt“

Investoren würdigen die Wachstumspotenziale „Dresden ist eine Schwarmstadt“

Ist Dresden eine Vorzeigestadt im Osten? Oder hat die Pegida-Bewegung den Ruf der Stadt derart ruiniert, dass Investoren fernbleiben? Beim Immobilientag von Heuer Dialog diskutierten Projektentwickler, Finanzierer und Immobilienexperten diese Fragen – und es gibt eine eindeutige Antwort.

Ist Dresden eine Vorzeigestadt im Osten? Oder hat die Pegida-Bewegung den Ruf der Stadt ruiniert?

Quelle: dpa

Dresden. Ist Dresden eine Vorzeigestadt im Osten? Oder hat die Pegida-Bewegung den Ruf der Stadt derart ruiniert, dass Investoren einen großen Bogen um Dresden machen? Beim Immobilientag von Heuer Dialog diskutierten Projektentwickler, Finanzierer und Immobilienexperten diese Fragen – und die eindeutige Antwort lautete: Dresden ist die Metropole mit dem größten Entwicklungspotenzial im Osten. Trotz Pegida.

Warum? „Weil Dresden vieles richtig gemacht hat“, erklärte Thomas Henkel, Geschäftsführer von hpm Henkel Projektmanagement. Die Stadt habe ihren kommunalen Wohnungsbestand verkauft und die Schuldenfreiheit für Investitionen in Kindertagesstätten, Schulen, Kultureinrichtungen und Sportstätten genutzt. „Dresden ist eine Schwarmstadt““, erklärte André Scharmanski von der Quantum Immobilien AG. „Junge Leute werden von der Stadt angezogen, weil es hier Infrastruktur und Arbeitsplätze gibt.“

Detlef Jäger, Regionaldirektor der Hypothekenbank DG HYP, sieht Dresden gegenüber anderen ostdeutschen Großstädten deutlich im Vorteil, weil die Zahl der Einwohner rasant steige. Das sorge für Interesse bei Investoren. „Investitionsentscheidungen werden doch nicht von Pegida abhängig gemacht“, erklärte er. Die Basisdaten der Stadt hätten sich nicht verändert. Das bestätigte auch der Geschäftsführer eines großen Immobiliendienstleisters. „Wir betreuen über 7000 Kunden national und international. Es gibt einen Run auf Dresden, den kann man sich nicht vorstellen. Wir können gar nicht alle Anfragen bedienen, weil es nicht genug Projekte gibt.“

Der Geisteswissenschaftler Hans Vorländer sieht beim Thema Pegida eine gewisse Entspannung. „Der große Hype ist vorbei.“ Dresden verzeichne einen enormen Zuwachs an Studenten und Wissenschaftlern aus dem Ausland. „Ich weiß nicht, ob Pegida als Begründung taugt, wenn wir einen ganz bestimmten Spitzenwissenschaftler nicht nach Dresden locken können“, bekannte er. Mittlerweile habe sich das Klima in der Stadt deutlich verändert und verbessert, so Vorländer. „Es gibt ausländerfeindliche Vorfälle, aber da ist die Stadt wachsamer geworden.“

Er habe von exakt einem Investor gehört, der sich wegen Pegida in Dresden nicht engagieren wolle, sagte Scharmanski. „Wir müssen das Thema ausführlich erklären, und es gibt Investoren, die ihr Engagement auf die lange Bank schieben“, räumte er ein.

Trotz vieler Vorteile – in zwei Bereichen hinke Dresden hinterher, sagte Vorländer. „Es fehlen die Hauptquartiere von großen Unternehmen. Und auch wenn die Stadt über ein sehr gutes ÖPNV-Netz verfügt, die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz ist schwierig.“ Henkel vermisst charismatische Köpfe in Stadtrat und Verwaltung, während Felix Freiherr von Bethmann, Niederlassungsleiter der TLG Immobilien AG, eine einseitige Fokussierung auf den Wohnungsbau konstatierte. „Es wäre schön, wenn auch der Büro- und Gewerbeflächenmarkt diese Aufmerksamkeit erhalten würden.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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