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Dresden ist Deutschlands Hochburg der Studentenclubs

Dresden ist Deutschlands Hochburg der Studentenclubs

Dresden kann als Hochburg der Studentenclubs in Deutschland gelten. Dem Studentenwerk Dresden zufolge ist die sächsische Landeshauptstadt auch die Hauptstadt der Studentenclubs, allein 14 Clubs bieten den Studierenden dort Partys, Musik, Kleinkunst und Entspannungsmöglichkeiten.

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Der Studentenclub Bärenzwinger in Dresden hat in den 30 Jahren seines Bestehens schon einiges erlebt, unter anderem zwei Hochwasser.

Quelle: Marian Günther

Im Freistaat Sachsen gibt es fast 40 solcher Einrichtungen, wie eine dpa-Umfrage ergab.

Den Ehrentitel des ältesten Studentenclubs in Dresden nimmt der Gutzkowclub für sich in Anspruch. Er wurde bereits am 13. Oktober 1964 von einigen Studenten der damaligen Hochschule für Verkehrswesen gegründet. Zehn Jahre jünger ist der Kellerklub GAG 18, der seinen Namen seiner Lage an der damaligen Juri-Gagarin-Straße verdankt.

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Am Dresdner Studentenclub Bärenzwinger halfen im Sommer 2013 Hunderte, um das Eindringen der Elbe zu verhindern.

Quelle: Stephan Lohse

Auf eine mittlerweile 30-jährige Geschichte kann der Studentenclub Bärenzwinger zurückblicken, der wie viele andere Clubs von der DDR-Jugendorganisation FDJ gegründet und geleitet wurde. 1983 wurde der Club Aquarium im Wohnheim der Studierenden des Fachbereichs Wasserwirtschaft der TU Dresden gegründet. „Im August 2002 machte das Aquarium seinem Namen alle Ehre, da es durch das Hochwasser bis zur Decke geflutet wurde“, berichtet die Club-Chronik.

In Leipzig gibt es dem Studentenwerk der Messestadt zufolge sechs Studentenclubs - der „Runde Tisch Leipziger unabhängiger Studentenclubs“ (RuTiLuSt) zählt dagegen sieben. Weitere Clubs gibt es unter anderem in Chemnitz, Zwickau und Zittau.

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Das Wohnheim an der Nürnberger Straße In Leipzig mit dem Studentenclub Stuk.

Quelle: Bruzat Cira

Weder in der RuTiLuSt-Aufzählung noch beim Studentenwerk Leipzig findet der internationale Studentenclub Wilma Erwähnung. Die Erklärung dafür dürfte sein, dass der Wilma nicht wie die anderen Clubs in einem der Leipziger Studentenwohnheime seine Treffen abhält. Gleiches gilt für den TV-Club, 1970 von Tierproduzenten und Veterinärmedizinern der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig gegründet. Seit 1990 sind seine Mitglieder in einem gemeinnützigen Verein organisiert und betreiben ihren Club ehrenamtlich und wirtschaftlich selbständig, was auch für die anderen Clubs zutrifft.

Unabhängig war nach eigenen Angaben von Beginn der Studentenclub C4 in Leipzig. Baustudenten gründeten ihn 1981 im Haus 7 des Studentenwohnheims Johannes-R.-Becher-Straße, im Clubraum 4. Die Besonderheit lag darin, dass er als einziger Studentenclub in Leipzig unabhängig von der FDJ war. Baustudenten waren es auch, die bereits in den frühen 1950er Jahren den Ba-Hu-Elferrat ins Leben riefen, um mit dem ihnen eigenen Ba(u)-Hu(mor) Faschingsfeiern zu organisieren, eine Tradition, die bis heute fortbesteht. Allerdings sind es längst nicht mehr nur Baustudenten, sondern Studierende verschiedener Fakultäten der Leipziger Hochschulen.

Im Wettbewerb mit kommerziellen Klubs und Kneipen setzen die Studentenclubs auf Gemeinschaftsgefühl - und auf niedrige Preise. So wirbt der Chemnitzer FPM-Club unter anderem damit, dass er über 100 Cocktails im Angebot hat, wobei der preiswerteste Alkoholfreie schon für 2 Euro zu haben ist; der günstigste Alkoholhaltige kostet 50 Cent mehr. In Görlitz wird die Nähe zu den polnischen Nachbarn deutlich, wenn im dortigen Studentenclub Maus Getränke mit Namen wie „Szalone Dziewice“ (Verrückte Jungfrau) oder „Wsciekly Pies“ (Tollwütiger Hund) angeboten werden.

Die ehrenamtliche Organisation der Studentenclubs bringt es mit sich, dass zum Teil nur an einem oder zwei Wochentagen geöffnet ist und das kulturelle Angebot sich auf die Bereitstellung von Gesellschaftsspielen beschränkt. Große Clubs bieten bei täglicher Öffnung auch Konzerte, Disko-Veranstaltungen oder Literaturlesungen. Die Tradition der Studentenclubs wird auch in kleineren Hochschulstandorten wie Freiberg, Tharandt oder Mittweida am Leben erhalten.

dpa/ttr

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