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Dresden im Mai: Viel zu trüb, viel zu nass, aber nicht zu kalt

Dresden im Mai: Viel zu trüb, viel zu nass, aber nicht zu kalt

Vom "Wonnemonat .jpg" kann 2013 nicht die Rede sein. Vom "zweitnassesten Mai seit Beginn der Messungen im Jahr 1881" sprach der Deutsche Wetterdienst schon am Mittwoch.

Da stand der von Polen kommende "unwetterartige, ergiebige Dauerregen" ab Donnerstagnachmittag bzw. -abend noch bevor. Deutschlandweit gesehen nimmt der Mai 2013 im "Trübheitsranking" Platz 4 ein. 196 Sonnenstunden sind der Schnitt, 131 Stunden wurden erreicht. Trüber war der Mai nur noch 1983, 1984 und 2010.

Allerdings gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Bundesländern, denn im Westen Deutschlands war der Mai noch kälter und sonnenscheinärmer als im Osten. Die bundesweit tiefste Temperatur erreichte mit -4,5 °C am 1. Mai in Steinau bei Cuxhaven. Die größte Niederschlagsmenge an einem Tag musste St. Englmar im Bayrischen Wald mit 97,3 l/m2 verkraften. Hessen war mit 112 Stunden das sonnenscheinärmste Bundesland. Am wärmsten (14,3 °C im Monatsmittel) und trockensten (85 l/m2) hatten es die Berliner - Stand 29. Mai.

Dresden kann beim Mai-Wetter bundesweit gesehen nicht mit Rekorden auftrumpfen. Der kälteste Mai-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war am 3. Mai 1941. Da wurde in Wahnsdorf ein Maximum von 2,1 °C und ein Minimum von -2,2 °C gemessen. Als kältester Mai-Tag 2013 gilt der 26. Mai mit einem Minimum von 5,3 °C und einem Maximum von 8,3 °C in Klotzsche. "Das absolute Minimum wurde am 23. Mai mit 3,1 °C in Klotzsche gemessen. Die Höchsttemperatur an diesem Tag betrug aber 13,2 °C. Damit war der Tag dann nicht so kalt wie der 26. .jpg", so Oda Thiessen-Thom vom Regionalen Klimabüro Potsdam des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

"Bis letzte Woche Sonnabend war der Mai eigentlich zu trocken", weiß Matthias Meinck, der als Hobby in Loschwitz eine private Wetterstation betreibt. Mit professionellen Instrumenten misst er seit zehn Jahren Temperatur, Niederschlagsmenge, Globalstrahlung, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Luftdruck und stellt die Daten online. Alle zehn Minuten werden sie aktualisiert. "Allein 85 l/qm Niederschlag sind seit vergangenem Sonnabendabend gefallen. In Summe sind es jetzt 120 l/qm", sagte Meinck gestern Mittag. "Im Durchschnitt fallen im Mai zwischen 55 und 60 l auf den Quadratmeter", so seine Beobachtung. Der DWD gibt das langjährige Monatsmittel beim Niederschlag für Dresden mit 64,7 l/qm an. Das wurde im Mai 2013 also weit übertroffen. Wobei es selbst in der Stadt gravierende Unterschiede gibt, wie man an Meincks Werten und der in Klotzsche registrierten Niederschlagsmenge (Tabelle) sieht.

Nun noch die "Trübheitswerte": 216,6 Stunden Sonne sind in Dresden im Mai der Schnitt. 129,8 Stunden waren es 2013 in Hosterwitz und 147,2 in Klotzsche. Der sonnigste Tag war der 15. Mai mit 14,3 (in Klotzsche) bzw. 13,5 Sonnenstunden (Hosterwitz). Und auch "Sommertage" (>= 25°C) gab's: einen Tag in Klotzsche, zwei in Hosterwitz und unglaubliche fünf in Strehlen!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2013

Catrin Steinbach

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