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Dresden hofft auf milden Winter

Vorbereitungen im Winterdienst Dresden hofft auf milden Winter

42 Räum- und Streufahrzeuge ausgestattet mit moderner Technik und mehr als 2000 Tonnen Streusalz warten auf die erste Bewährungsprobe in diesem Winter. Doch ist die Stadt optimal auf die kommenden Monate vorbereitet?

Das Streusalz liegt bereits bereit.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. 42 Räum- und Streufahrzeuge ausgestattet mit moderner Technik und mehr als 2000 Tonnen Streusalz warten auf die erste Bewährungsprobe in diesem Winter. Doch ist die Stadt optimal auf die kommenden Monate vorbereitet? Diese Frage lässt sich laut Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, nur schwer beantworten. Immerhin gebe es milde Winter wie in den vergangenen drei Jahren aber auch extrem harte Winter, wie beispielsweise 2012/2013. Doch für beide Varianten sei man gewappnet, so Koettnitz. „Natürlich hängt es immer vom Wetter ab. Ab einem gewissen Punkt ist der Mensch aber machtlos.“

Während der vergangenen drei Winter benötigte die Stadt jeweils nur etwa 2000 Tonnen Streusalz, durchschnittlich wurden je Winter an 50 Tagen Einsätze gefahren. Im Winter 2012/2013 hingegen wurden an über 100 Tagen mehr als 10 000 Tonnen Streusalz benötigt.

Sollte es in diesem Winter wieder so kommen, ist die Stadt auf eine reibungslose Lieferung von Streusalz angewiesen. In den drei städtischen Lagern sind aktuell nämlich nur etwa 2500 Tonnen Salz eingelagert. Sollte es damit eng werden, muss nachgeliefert werden. Das Problem: Alle Autobahnmeisterein und Kommunen planen nach einem ähnlichen Prinzip. Wenn also ein harter Winter einsetzt, könnte es plötzlich zu einer Salzknappheit kommen, da alle gleichzeitig beliefert werden müssen. Dann haben Autobahnen und Bundesstraßen zusätzlich Vorrang.

„Wir hoffen natürlich das es zu keinem Engpass kommen wird“, so Koettnitz. Viel mehr als die derzeit gelagerte Menge Streusalz ließe sich sowieso kaum einlagern, da man spezielle Hallen dafür benötige und die Stadt nur drei davon mit einem Lagervolumen von jeweils 800 Tonnen besitzt. Bestellt hat die Stadt aber rund 8000 Tonnen Streusalz. Sollte weniger verbraucht werden, muss die Verwaltung eine Ausgleichsgebühr in Höhe mehrerer Tausend Euro bezahlen. Das geschah laut Koettnitz allerdings auch in den Vorjahren und gehöre zum Konzept.

Insgesamt plant das Straßen und Tiefbauamt mit Kosten von etwa 3,2 Millionen Euro für den Winterdienst. Das entspricht in etwa dem Niveau der Vorjahre. 1,2 Millionen Euro werden dabei für die Eigenleistungen der Stadt kalkuliert, etwa 500 000 Euro sind für Material wie Streusalz, Split, Sand und Lauge eingeplant. Dazu addieren sich 32 Verträge mit insgesamt sechs Subunternehmen aus Dresden und der Region für rund 1,5 Millionen Euro. Von den rund 1400 Straßenkilometern in der Stadt werden 707 Kilometer geräumt. Das erledigen 42 Räum- und Streufahrzeuge, 22 davon stellt die Stadt.

Seit diesem Jahr sind alle von ihnen mit moderner Technik ausgestattet. Computersysteme und GPS-Sensoren überwachen jede Aktion. Fahrtroute, Geschwindigkeit, Uhrzeit, Streumenge und sogar der Einsatz des Schneeschiebers werden exakt dokumentiert und ausgewertet. Die Stadt erhofft sich in Kombination mit dem bereits in den vergangenen Jahren eingesetzten Thermalmapping einen effizienteren Winterdienst und folglich Einsparungen. „Das ist erst der Anfang. Wie sich das letztlich rentiert sieht man erst über mehrere Jahre“, so Amtsleiter Koettnitz. Das Thermalmapping zeige aber bisher erste Erfolge. So hätten sich die sechs Referenzstrecken am Stadtrand zu einer verlässlichen Quelle entwickelt und man könne gut abschätzen, wie und wann in der Stadt gefahren werden müsse.

Von Sebastian Burkhardt

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