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Dresden hinkt hinterher: Kaufkraft liegt zwölf Prozent unter dem Westdurchschnitt

Dresden hinkt hinterher: Kaufkraft liegt zwölf Prozent unter dem Westdurchschnitt

die Vorzeigestadt des Ostens, die Stadt der Kultur und der großen Wirtschaftsdynamik. Das stimmt zwar. Aber die Sachsenmetropole kommt auch von ganz unten.

Dresden. Von Ralf Redemund

Und selbst im Jahr 2012 liegt eine relativ gut entwickelte Stadt wie Dresden in ihren Einnahmen noch deutlich unter denen vergleichbarer westdeutscher Städte.

So nahm die Ruhrgebietsstadt Dortmund im vergangenen Jahr 270 Millionen Euro an Gewerbesteuer ein, erwartet in diesem Jahr sogar rund 307 Millionen. Dresden hinkt deutlich hinterher: Im vergangenen Jahr erzielte die Residenzstadt 207 Millionen Euro, hofft in diesem Jahr auf 220 Millionen Euro an Gewerbesteuer-Einnahmen.

Noch deutlicher fällt der Vergleich mit der niedersächsischen Landeshauptstadt aus. Die von der Einwohnerzahl in etwa gleich große Leine-Metropole erzielt jährlich rund 500 Millionen Euro Gewerbesteuer-Einnahmen - mehr als doppelt so viel wie in Dresden. Geradezu dramatisch wird der Unterschied im Vergleich zur Bayern-Metropole, die zwar flächenmäßig sogar kleiner als Dresden, aber was die Bevölkerung angeht weit mehr als doppelt so groß ist. Die Isar-Stadt hat 2011 rund 1,8 Milliarden Euro Gewerbesteuer eingenommen - neunmal mehr als Dresden. Dazu sind 2011 noch einmal rund 700 Millionen Euro Einkommenssteueranteil hinzugekommen - rund siebenmal mehr als Dresden.

Die Ursachen für die schwachen Einnahmen liegen nach Angaben der Stadt vor allem darin, dass trotz aller Ansiedlungserfolge kaum Unternehmenszentralen im Osten und eben auch in Dresden existieren. Bis heute hat keines der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen, die im Deutschen Aktienindex aufgelistet sind, seinen Sitz in den neuen Bundesländern. Entsprechend bleiben deren Gewerbesteuern im Westen der Republik.

Selbst als eine der wenigen prosperierenden und vor allem wachsenden Städte des Ostens sei Dresden noch lange nicht auf dem Niveau vergleichbarer Weststädte angekommen, erklärt Vorjohann. Deshalb sei Dresden weiter auf Solidarpakt-Mittel angewiesen, die aber planmäßig 2019 auslaufen. "Wir wissen also, dass wir ab diesem Zeitpunkt aus unserem Bestand wachsen und unsere Ausgaben selbst erwirtschaften müssen", betont Dresdens oberster Finanzer.

Hinzu komme, dass der Osten flächendeckend mit wenigen Ausnahmen auch bei der Kaufkraft der Bürger deutlich unter dem westdeutschen Niveau liegt. Selbst Dresden habe eine um etwa 12 Prozent schwächere Kaufkraft als der westdeutsche Durchschnitt, bedauert Vorjohann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.04.2012

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