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Dresden hat niedrigsten Krankenstand in Sachsen

Dresden hat niedrigsten Krankenstand in Sachsen

In keiner Region in Sachsen melden sich so wenig Menschen krank wie in Dresden. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport hervor, der gestern vorgestellt wurde.

Darüber freuen sich vor allem kleine Kinder - es ist wieder Kastanienzeit. Jedes Jahr fallen die glänzend braunen Früchte der Rosskastanie Ende September, Anfang Oktober von den Bäumen. Mit Zahnstochern, Fantasie und ein wenig Geschick lassen sich daraus lustige Figuren basteln. Wer nicht basteln will, kann Kastanien aber auch als Futter sammeln. Der Wildpark Moritzburg verfüttert jedes Jahr bis zu zwölf Tonnen Kastanien an seine Tiere. Zu DDR-Zeiten erhielten die Sammler für ein Kilo Kastanien

Quelle: Arno Burgi, dpa

Von Katrin Tominski

Demnach liegt der Krankenstand in der sächsischen Landeshauptstadt bei 3,3 Prozent. Damit bewegt sich Dresden unter dem sachsenweiten Durchschnitt von 3,9 Prozent.

m Was genau verbirgt sich hinter dem Krankenstand von 3,3 Prozent?

Mit dieser Angabe beschreiben die Statistiker die Tatsache, dass durchschnittlich 33 von 1000 DAK-Mitgliedern aufgrund von Krankheit arbeitsunfähig waren. Damit liegt Dresden weit unter dem sächsischen Durchschnitt, jedoch nur leicht unter dem bundesweiten Krankenstand von 3,4 Prozent.

m An welchen Krankheiten leiden die Dresdner?

Die meisten Menschen (20,4 Prozent) fehlten in Dresden wegen Erkrankungen des Atmungssystems. Dazu gehören leichtere Erkrankungen wie Schnupfen und Grippe, aber auch Bronchitis, Asthma und Lungenentzündungen. Insgesamt 16 Prozent der Arbeitnehmer erkrankten am Muskel-Skelett-System. Psychischen Störungen waren der dritthäufigste Grund für Krankschreibungen in Dresden. Insgesamt 13,7 Prozent der DAK-Versicherten waren davon betroffen. Damit liegt Dresden weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 12,1 Prozent und auch über dem sachsenweiten Durchschnitt von 10,2 Prozent. "Wir verzeichnen hier enorme Abweichungen", sagte Cathleen Pintér, die Leiterin des DAK-Servicezentrum. "Viele psychische Krankheiten sind oft mit großen Ausfällen verbunden."

m Warum spielen psychische Erkrankungen so eine große Rolle?

Einen Grund sieht Andrea Pfennig, die Leiterin des Früherkennungszentrums für psychische Krankheiten, in der Krankheitsgeschichte. In Dresden hätten traditionell schon immer viele Menschen an Depressionen gelitten. Ein anderer bedeutender Punkt sei die Verdichtung der Belastung am Arbeitsplatz. Leistungsdruck, Konkurrenz und Unsicherheit spielen laut Pfennig eine immer größere Rolle. Dies belaste zunehmend auch junge Arbeitnehmer. Etwa ein Fünftel der DAK-Versicherten bis 29 Jahre ließen sich im vergangenen Jahr wegen psychischer Probleme krank schreiben.

m Wie sieht die Situation in Sachsen insgesamt aus?

Im Jahr 2010 haben die Fehltage wegen psychischer Krankheiten um 16 Prozent zugenommen. Trotzdem haben im Freistaat durchschnittlich weniger Menschen psychische Probleme als in Dresden. Im Vergleich des allgemeinen Krankenstands belegt Leipzig Platz 2 (3,8 Prozent). Die meisten Krankheitsfälle wurden aus Görlitz (4,4 Prozent) und Bautzen (4,5 Prozent) gemeldet.

m Ist die Zahl der kranken Sachsen insgesamt gestiegen?

Nein, sie hat sich auf gleichem Niveau gehalten. Im Jahr 2009 waren genauso viele Menschen krank wie im Vorjahr. Zwischen 2004 bis 2008 ist die Zahl der Kranken gesunken. Im Jahr 2006 erreichte sie sogar einen Tiefpunkt von 3,3 Prozent. "In der Rezession trauen sich viele Menschen nicht, sich krankschreiben zu lassen", sagte Pintér.

m Wie oft sind junge Menschen krank?

Die Krankheitsquote der jungen Erwerbstätigen von 15 bis 29 Jahren liegt in Sachsen mit 3,3 Prozent zwar unter dem Durchschnitt. Doch die jungen Arbeitnehmer sind kürzer, aber häufiger krank. Die Zahl der Krankmeldungen liegt um 20 Prozent über der Zahl der Versicherten insgesamt. Etwa ein Drittel der jungen Arbeitnehmer empfinden den Arbeits- und Zeitdruck als zu hoch. "Die dynamischen und ambivalenten Entwicklungen in der Arbeitswelt vollziehen sich zu Lasten junger Arbeitnehmer. Trotz Zeitgewinns durch Computertechnologie fühlen sie sich zunehmend unter Druck gesetzt, da sich gleichzeitig die Arbeitsprozesse beschleunigen", sagte DAK-Experte Edgar Friedrichs.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.09.2011

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