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Dresden gestern und heute: der Erlweinspeicher

Dresden gestern und heute: der Erlweinspeicher

Zweieinhalb Jahrzehnte sind seit der politischen Wende vergangen. Seitdem hat sich in Dresden unglaublich viel verändert. Zweifellos - nicht alles nur positiv.

Wir zeigen Ihnen in dieser Serie, wie Dresden zu DDR-Zeiten bzw. Anfang der 1990er Jahre aussah und wie es sich im Vergleich dazu heute präsentiert.

Das Maritim-Hotel an der Elbe nahe der Marienbrücke - gleich neben dem Internationalen Congress Center - fällt optisch aus dem Rahmen. Kein Wunder, denn die Herberge ist in einem denkmalgeschützten Gebäude entstanden - dem Erlweinspeicher.

Das Gebäude wurde 1913/14 durch den Dresdner Stadtbaurat Hans Erlwein errichtet, um den Mangel an Lagerkapazitäten für Tabak, Wolle, Gewürze und Stoffe zu beseitigen. Bei der Bombardierung Dresdens 1945 trug der als Stahlbeton-Skelettbau errichtete Speicher Schäden davon. "Im Februar 1948 begannen die ersten provisorischen Instandsetzungsarbeiten am Speicher. Schon 1948 konnten erstmals wieder Rohtabakrollen, Lebensmittel, Rosinenkisten und Zeitungspapierrollen eingelagert werden", heißt es in einem Beitrag auf der Heimatgeschichtsseite der DNN am 5. Juni 2001. Doch komplett saniert wurde der Speicher nicht. "Auch später waren die beiden oberen Stockwerke bis in die siebziger Jahre nicht nutzbar. Zwar wurde das Speichergebäude unter Denkmalschutz gestellt, doch sein stetiger Verfall wurde... nicht aufgehalten."

Ende der 1990er Jahre gab es Planungen, den Erlweinspeicher zu einem Hotel umzubauen und daneben ein Kongresszentrum zu errichten. Denn viele andere Ideen hatten sich alsbald wieder zerschlagen. So sollte nach der Wende kurzzeitig mal die Sächsische Landesbibliothek im Speicher einziehen. Auch von Lofts, einem Imax-Kino und schließlich einem Naturkaufhaus war die Rede. Alles Luftschlösser.

"Anfang 1997 bewarb sich die Hotelgruppe Maritim um den von der Stadt zum Verkauf ausgeschriebenen Speicher. Das Unternehmen hatte sich für ein Kongresszentrum an der Neuen Terrasse entschieden, inklusive Speicherumbau zum Kongresshotel", heißt es in einem DNN-Bericht 2004.

Das Kongresszentrum wird am 26. Mai 2004 - nach drei Jahren Bauzeit, drei Bombenfunden und dreimaligem Hochwasser - eingeweiht. "Die Objektgesellschaft Kongresszentrum Neue Terrasse Dresden mbh, eine Tochter der Technischen Werke und der Städtischen Wohnungsgenossenschaft Woba, investierte 80 Millionen Euro plus 3,8 Millionen Euro für Hochwasserschutz in das Vorhaben", schreiben die DNN weiter. Betreiber des Congress Centrums wird die Maritim-Gruppe.

Zwei Jahre später, am 15. Mai 2006, eröffnet die Maritim-Gruppe dann im umgebauten Erlwein-Speicher ihr Kongresshotel. Damit dieses Projekt in dem denkmalgeschützten Gebäude Wirklichkeit wird, investierte die Axa Investment Managers, eine Tochter der Axa-Versicherungs-Gruppe, rund 60 Millionen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.07.2015

Catrin Steinbach

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