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Dresden gestern und heute: Leserfotos mit Geschichte gesucht!

Dresden gestern und heute: Leserfotos mit Geschichte gesucht!

Zweieinhalb Jahrzehnte sind seit der politischen Wende vergangen. Seitdem hat sich in Dresden unglaublich viel verändert. Zweifellos - nicht alles nur positiv.

Wir zeigen Ihnen in dieser Serie, wie Dresden zu DDR-Zeiten bzw. Anfang der 1990er Jahre aussah und wie es sich im Vergleich dazu heute präsentiert. Viele Leser schicken uns Fotos, die unsere Stadt nicht unmittelbar in der Wendezeit, sondern bereits in den 50er, 60er oder 70er Jahren zeigen. Die sind so interessant, dass wir sie Ihnen nicht vorenthalten möchten. Wir notieren dann dazu, welche Bauten bereits zu DDR-Zeiten entstanden und was an dieser Stelle nach der Wende passierte.

Der Postplatz entwickelte sich nach 1900 zu einem der verkehrsreichsten Plätze in Dresden und ist noch heute ein wichtiger Knotenpunkt des Straßenbahnnetzes. "Die platzbestimmenden Gebäude des Postplatzes wurden 1945 zerstört bzw. später beseitigt. Seit 1992 ist die Neugestaltung des Postplatzes geplant", heißt es im Stadtlexikon von 1994. Und diese Neugestaltung sorgt seit Anfang der 1990er Jahre - also seit fast 25 Jahren - für kontroverse Diskussionen.

1991 initiierte die Stadtverwaltung einen städtebaulichen Ideenwettbewerb mit internationaler Beteiligung zur Gestaltung des Postplatzes und der Wallstraße. Als Sieger ging das Architekturbüro Prof. Joachim Schürmann und Partner aus Köln hervor. Ihm schwebte für den Postplatz "keine 'monolithische' Umbauung... keine 'Plaza Mayor'" vor. "Der Raum wird sich aus einer Kette kleinerer Räume bilden: dem Postplatz, dem Schauspielplatz, dem Wilsdruffer Tor-Platz. Der Postplatz wird so Teil einer Raum-Folge, vom Theaterplatz bis zum Ring. In ihren, ähnlich einem gebogenen Knie, abgewinkelten Fluchten erinnert sie von Ferne an die Konturen der früheren Festung", heißt es im Konzept von damals. Entlang der Marienstraße sollte ein Grüngürtel samt Wasser-Band entstehen.

Doch "außer dem Wilsdruffer Kubus für den Software-Entwickler SAP und der Zusammenlegung der zuvor 16 zu jetzt zwei Haltestellen mit Schmetterlingsdach sei nichts von dem Schürmann-Entwurf umgesetzt worden", zitiert am 21.4.2010 die DNN z.B. den CDU-Bauexperten Klaus Rentsch. Und: "Der seit 1999 gültige Bebauungsplan nach diesem Entwurf erweist sich als wenig attraktiv und nicht erfolgreich. Investoren bleiben aus, die Bevölkerung beklagt sich über die Steinwüste Postplatz." Auch die 2009 angelegten "temporären Staudenbeete" können nur lindern, nicht heilen. Es folgen ein Runder Tisch und Workshops zur Zukunft des Postplatzes. 2011 eröffnet der Erweiterungsbau der Altmarktgalerie, der sich bis zum Postplatz erstreckt. 2013 weiht die TLG am Postplatz ihr für 22 Millionen Euro errichtetes Zwinger-Forum, in dem sich u.a. ein Motel one befindet, ein. 2015 sollen nun sechs Platanen im nördlichen Bereich des Postplatzes gepflanzt werden. "Die Steinwüste wird in kleinen Schritten fruchtbar gemacht", schreiben am 7.1.2015 die DNN.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2015

Catrin Steinbach

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