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Dresden gedenkt Opfer der Pogromnacht - Orosz mahnt zur Erinnerung

Dresden gedenkt Opfer der Pogromnacht - Orosz mahnt zur Erinnerung

Mit einer Feierstunde haben die Jüdische Gemeinde und die Stadt Dresden am Freitag der Pogromnacht von 1938 und der von den Nazis ermordeten Juden gedacht. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) mahnte im Gemeindezentrum der Neuen Synagoge, dass sich die Geschichte nicht wiederholen dürfe.

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Der Präsident des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler (r), und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) beteiligten sich am Gedenken in Dresden.

Quelle: dpa

Es reiche nicht, sich der bloßen Fakten zu erinnern. Vielmehr müssten die Einzelschicksale der Anonymität entrissen werden, um Gefühle zu wecken, appellierte sie. Bei der Schilderung des kurzen Lebens einer Zehnjährigen, die 1938 deportiert und ermordet wurde, versagte ihr kurzzeitig unter Tränen die Stimme.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Nora Goldenbogen, sieht auch aktuelle Tendenzen, die Beklemmung auslösten. „Was da passiert an Ausgrenzung und Abgrenzung von Menschen, die anders sind, nicht nur von Rechtsextremen, sondern ganz normalen Bürgern“, sagte sie unter Verweis auf die Ereignisse etwa in Schneeberg. „Das ist ein Vorgang, wo wir nicht nur zuschauen dürfen, sondern uns einmischen müssen.“ Vor dem 75. Jahrestag der Pogromnacht (Samstag) legten danach rund 100 Menschen, darunter auch Vertreter von Parteien, Vereinen, Kirchen und Landtagspräsident Matthias Rößler, an der Stele für die damals zerstörte Semper-Synagoge Kränze und Blumengebinde nieder.

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Zehntausende haben die Weinfeste in Radebeul und Meißen besucht.

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Auch die Grünen haben am Freitag an die Pogrome gegen Juden vor 75 Jahren erinnert und zugleich Sorge um Asylbewerber im Freistaat geäußert. „Nazis von heute schüren fremdenfeindliche Vorurteile in sozialen Netzwerken und auf den Straßen. Sie können auf fest verwurzelte Neonazi-Strukturen in Sachsen bauen. Im Schafspelz verkleidet, geben sie vor, für Bürgerinteressen vor Ort zu kämpfen“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Volkmar Zschocke und bezog sich dabei auf Proteste gegen Asylbewerber. Deshalb sei es wichtig, Initiativen gegen Rechtsextremismus zu stärken. Ihnen dürfe man nicht den Geldhahn abdrehen. „Gerade angesichts von aufflammender Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist es fahrlässig, diese Vereine Jahr für Jahr um ihre Existenz bangen zu lassen.“

dpa

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