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„Dresden für alle“ plant Protestaktionen gegen Pegida – Sternmarsch am Montag geplant

„Dresden für alle“ plant Protestaktionen gegen Pegida – Sternmarsch am Montag geplant

Dresden. Unter dem Motto „Dresden für alle“ soll der Protest der Dresdner gegen die Pegida-Demos größer werden.

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Quelle: Stephan Lohse

Nachdem am 1. Dezember bis zu 1500 Gegendemonstranten mit einer Sitzblockade erstmals verhindert hatten, dass die sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ den Ort ihrer Abschlusskundgebung erreichen, sollen kommende Woche noch mehr Menschen auf die Straßen kommen.

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Rund 1200 Menschen haben am Montagabend erstmals den Pegida-Zug gestoppt.

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Ein breites Bündnis aus Ausländerrat, Jüdischer Gemeinde, der TU Dresden und anderen Gruppen hat zu einem Sternenmarsch aufgerufen, der sich 19 Uhr an der Kreuzkirche treffen soll. Am Donnerstag wollen sich zudem Christian Behr, Superintendent der evangelisch-lutherische Landeskirche und der Dresdner SPD-Vorsitzende Christian Avenarius äußern. Bisher bekannte Startpunkte sind die TU Dresden und der Bahnhof Neustadt.

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„Wir stehen für eine Stadt, in der jeder und jede sein Leben leben kann, ohne dabei andere in ihrer Freiheit zu beschränken. Damit das vielseitige und offene Dresden jeden Tag Realität sein kann, müssen wir ohne Vorbehalte und Ängste aufeinander zugehen, miteinander reden, einander zuhören und gemeinsam nach Lösungen suchen. Deshalb kritisieren wir Pegida, eine patriotische Bewegung, die Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, nicht in unserer Stadt haben möchte und ein diffuses Angstbild verbreitet“, heißt es in einer vom Studentenrat der TU Dresden verbreiteten Einladung.

Fakten statt Parolen – Dialog statt Konfrontation

Zudem versuchen immer mehr Institutionen, die Ängste der Dresdner mit Fakten zu beseitigen. Bereits am Montag prangten am Schauspielhaus Fakten, beispielsweise wie viele Muslime in Dresden leben. Auch die Webseite „daswusstestdunochnicht.de“ wartet mit jeder Menge Zahlen, Erklärungen und Definitionen auf, vor denen sich Pegida bisher drückt.

Auch der Dialog wird fortgeführt. So lädt die Landeszentrale für politische Bildung am Mittwochabend zu einer Runde unter dem Titel „Wie verteidigen wir das Abendland?“. Diskutieren werden unter anderem TU-Professor Werner Patzelt und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Laut Landeszentrale wurden auch Pegida-Vertreter eingeladen. Stand Mittwochnachmittag war jedoch noch nicht klar, ob Pegida das Gesprächsangebot annimmt.

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Mehrere Hundert Dresdner kamen am Dienstagabend in die Scheune.

Quelle: Privat

Bereits am Dienstagabend hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung die Dresdner eingeladen, um darüber zu reden, wie die Stadt eine Willkommenskultur etablieren können. Mehrere Hundert Dresdner waren in die Scheune gekommen, um über Ideen und konkrete Pläne zu sprechen. Für den 9. dezember ist eine weitere Veranstaltung im Haus an der Kreuzkirche geplant.

Pegida will weitermachen – Bachmann offenbar auch

Pegida will am nächsten Montag erneut auf die Straße gehen und gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes demonstrieren. Redner Lutz Bachmann hatte am 1. Dezember angekündigt, so lange weitermachen zu wollen, bis die Politik auf die Forderungen von Pegida eingehe. Was konkret die Forderungen seien, verriet Bachmann dabei nicht.

Zudem zeichnet sich ab, dass Bachmann wohl weiter das „Gesicht“ von Pegida bleibt. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Bachmann mehrfach vorbestraft ist und immer noch unter Bewährung steht. Zudem musste er zugeben, dass er vor der Justiz ins Ausland floh, wo er unter falscher Identität lebte, bis er nach eigenen Angaben selbst abgeschoben wurde und sich dann den deutschen Behörden stellte.

Daraufhin hatte Bachmann am Montag angedeutet, als Pegida-Sprecher zurücktreten zu wollen. Eine angekündigte Pressemitteilung am Dienstagabend blieb aus, via Facebook erweckte Bachmann am Mittwoch nun den Anschein, doch weitermachen zu wollen. Mehrere Interviewanfragen der DNN lehnte er ab.

Stephan Lohse

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