Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresden erzielt Verkäufe weit über Verkehrswert

Dresden erzielt Verkäufe weit über Verkehrswert

Fünf Mal probiert, fünf Mal ist nichts passiert. Beim sechsten Mal klingelte es dafür dann richtig in der Stadtkasse: Das Ärztehaus in der Goethestraße 18 in Klotzsche wurde von der Stadt das erste Mal im Jahr 2000 ausgeschrieben.

Voriger Artikel
Linke initiieren Kampagne: 100 Plakate gegen Nazi-Aufmärsche am 13. Februar in Dresden
Nächster Artikel
Zu teuer: Stadt kauft ihre Grundstücke kaum von privater Hand

32 Interessenten wollten diese Villa am Bischofsweg haben.

Quelle: Christian Juppe

Doch Investoren machten einen großen Bogen um das villenartige Gebäude in einem guten Zustand. Grund: "Die Verkaufsverhandlungen scheiterten immer an den vorhandenen Gewerbemietverträgen, welche aufgrund der Mindestlaufzeit bis 2016 und des niedrigen Mietzinses langfristig keine Rendite ermöglichen", heißt es in einer Unterlage der Stadt.

Bei der sechsten Ausschreibung im vergangenen Jahr kam es zu einem Wettbieten: Zehn Investoren rissen sich um die einst unverkäufliche Immobilie, der meistbietende Interessent legte mit 620 000 Euro rund 160 000 Euro über Verkehrswert auf den Tisch. Das Gebäude soll weiter als Ärztehaus betrieben werden, ab 2016 wohl aber mit anderen Mieten.

Noch krasser ist der Unterschied zwischen Verkehrswert und Kaufpreis bei einem Garagengrundstück auf der Spenerstraße in Striesen. Das Mindestgebot für die 1175 Quadratmeter große Fläche lag bei 271 000 Euro. Zwölf Bieter meldeten sich, der Meistbietende zahlte sage und schreibe 900 000 Euro. "Der Bieter hat auf Nachfrage erklärt, das Grundstück in Kenntnis des Verkehrswertes zum gebotenen Preis erwerben zu wollen", heißt es in den Unterlagen der Stadt zu diesem Verkauf. Der Investor will ein Mehrfamilienhaus errichten. Zwar nicht um jeden Preis, aber um einen sehr hohen.

Immobilien werden den Verkäufern im Moment aus den Händen gerissen, selbst hoffnungslose Fälle werden von der Stadt jetzt weit über Verkehrswert verkauft. So verwundert es wenig, dass die ehemalige Kindertagesstätte am Bischofsweg 106 unglaubliche 32 Kaufinteressenten fand, die den Preis in die Höhe trieben. Der Verkehrswert für die sanierungsbedürftige Villa im Preußischen Viertel betrug 498 000 Euro, die Stadt erzielte knapp über eine Million Euro. Das Gebäude soll denkmalgerecht saniert werden, zugleich entsteht auf dem Grundstück ein weiteres Wohngebäude.

Auch am Neumarkt hat die Stadt im vergangenen Jahr noch ein gutes Geschäft gemacht: Das Quartier IV/3 wurde für 1,7 Milionen Euro an einen Investor aus Frankfurt/Main verkauft, der das "Frieseneck" errichten will. In den Büchern der Stadt stand das Grundstück mit einem Wert von 1,1 Millionen Euro. Schade, dass der städtische Grundbesitz endlich ist...

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2014

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.