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Dresden erhält Software-Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

Forschung Dresden erhält Software-Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

Jetzt ist es amtlich: Dresden bekommt ein Software-Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Haushaltsausschuss hat die Mittel dafür beschlossen.

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Die Software-Branche gehört zu den Triebkräften der Wirtschaft in Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Jetzt ist es amtlich: Dresden bekommt ein Software-Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Haushaltsausschuss hat am Donnerstagabend in der abschließenden Beratung über den Bundeshaushalt 2017 zusätzliche Mittel in Höhe von 42 Millionen Euro für sechs neue Institute des DLR bereit gestellt. Damit ist der Betrieb des in Dresden geplanten DLR-Instituts für Softwareforschung und Simulation durch den Bund abgesichert, erklärte Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss für den Einzelplan des Wirtschaftsministeriums. Damit bestätigt sich ein DNN-Bericht von Ende Oktober.

Die Beschlüsse des Haushaltsausschusses ermöglichen laut Jurk die Gründung von sechs neuen DLR-Instituten an verschiedenen Standorten (Augsburg, Bremerhaven, Dresden, Hamburg, Jena und Oldenburg). Geplante Schwerpunkte der neuen Institute seien Luftfahrt- und Energieforschung, maritime Sicherheit sowie „Big Data“. Die Anfangsinvestitionen für den Aufbau der Institute werden durch die jeweiligen Länder getragen. Die Kosten für den Betrieb trägt der Bund zu 90 Prozent.

Für die laufende Finanzierung des Standorts in Dresden stelle der Bund ab 2017 rund 7,5 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Das neue DLR-Institut in Dresden werde wirtschaftsnahe Software-Forschung für autonome, eingebettete Systeme/Robotik und Simulation mit dem Schwerpunkt Plattform-Technologien betreiben. Diese Systeme werden maßgeblich zukünftige Entwicklungen vorantreiben und die digitale Souveränität Deutschlands entscheidend bestimmen.

Dresden bietet mit seiner hohen Konzentration von Hardware-, Software- und System-Know-how, einer stark wachsenden, industrieorientierten Software-Branche sowie mit seinem ausgezeichneten, technisch fokussierten wissenschaftlichen Umfeld ein optimales Umfeld als Standort eines solchen Institutes. Deshalb konnte sich Dresden im bundesweiten Wettbewerb gegen andere Standorte durchsetzen. „Die Bedeutung der Errichtung dieser Spitzenforschungseinrichtung für Sachsen als Standort für die Softwareentwicklung kann nicht hoch genug bewertet werden“, sagte Jurk.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte sich bereits Anfang 2015 mit der Bitte um Unterstützung bei der Einrichtung eines Softwareinstitutes an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt. Dulig: „Ich freue mich, dass wir nach Monaten der harten Arbeit heute diesen Erfolg vermelden können. Ziel des Software-Institutes ist ein anwendungsnahes, außeruniversitäres Institut mit überregionaler Strahlkraft und hoher Attraktivität für Wissenschaft und Wirtschaft. Im aktuell zu beschließenden sächsischen Haushalt 2017/18 sind dafür fünf Millionen Euro pro Jahr vorgesehen.

„Software wird im Zuge der Digitalisierung immer mehr zu einem Kernelement. Die wachsende sächsische Softwareindustrie hat das Potenzial, hier eine Treiberfunktion zu übernehmen. Zusammen mit dem in Sachsen starken Hardware-Sektor und der hier ansässigen Chipindustrie verfügen wir über beste Voraussetzungen um die Herausforderungen der Digitalisierung mitzugestalten“, so Dulig weiter.

Als strategisch besonders interessante Trägerorganisation ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der bevorzugte Partner für den Freistaat. Die Entscheidung für einen Standort liegt bei der Trägerorganisation und wird voraussichtlich am 24. November vom Senat des DLR in seiner Sitzung beschlossen.

„Die Entwicklung der Hard- und Software-Technologien einschließlich zugehöriger Standards und Zertifizierungen für das Internet der Dinge ist weltweit in vollem Gange. Forschungsfelder und Inhalte kristallisieren sich jetzt heraus und bestimmen jene Entwicklungsrichtungen und -trends, die entscheidenden Einfluss auf die Digitalisierungstechnologien der Zukunft haben. Wir wollen diese Entwicklung mitgestalten, um Sachsen und Deutschland insgesamt als Software-Standort zu stärken und von den Megatrends Industrie 4.0, Cybersecurity, Internet der Dinge profitieren“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig.

Mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten in der Beschäftigung liegt der Bereich Software und Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in Sachsen seit 2010 im Dienstleistungssektor und im Industrievergleich unangefochten an der Spitze. Insgesamt sind in Sachsen im Bereich Software/IKT in etwa 1900 Unternehmen über 31000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen jährlichen Umsatz von über sieben Milliarden Euro erwirtschaften, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Von Ingolf Pleil

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