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Dresden entwickelt Technik für Internet der Dinge

Millionenprojekt Dresden entwickelt Technik für Internet der Dinge

Im Internet der Dinge sollen sich unzählige Telefone, Autos, Haushaltsmaschinen und andere Geräte vernetzen. Damit dabei der Stromverbrauch nicht explodiert, entwickelt das PRIME-Konsortium unter maßgeblicher Dresdner Beteiligung neue Technologien.

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Ein Dresdner Globalfoundries-Mitarbeiter zeigt seine Scheibe mit Chips (Wafer).

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Besonders energiesparsame Steuer- und Speicher-Chips für das „Internet der Dinge“ wollen Mikroelekronik-Unternehmen und Institute aus Leuven, Dresden und weitere europäische Partner nun in einem millionenteuren Forschungsprojekt „PRIME“ entwickeln. Das hat das Halbleiter-Unternehmen Globalfoundries (GF) am Freitag in Dresden angekündigt.

„PRIME“ ist mit insgesamt rund 39 Millionen Euro dotiert. Davon steuert die EU-Kommission aus dem Hochtechnologie-Programm „ECSEL“ zirka zwölf Millionen Euro Zuschüsse bei. An dem Projekt beteiligen sich insgesamt 18 Partner aus sechs Ländern. Dazu gehören aus Dresden neben GF auch das ZMDi, die TU und das Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS. Die Leitung hat die belgische Forschungseinrichtung IMEC aus Leuven übernommen.

Die Partner wollen gemeinsam eine europäische Chip-Technologieplattform für das erwartete „Internet der Dinge“ (Internet of Things = IoT) schaffen, in dem sich Smartphones, Autos, Küchengeräte, Roboter und Millionen anderer elektronischer Geräte vernetzen sollen. Dafür werden auch viele besonders billige Chips gebraucht, die nur sehr wenig Strom verbrauchen.

Um die zu produzieren, setzt PRIME auch auf die spezielle „22-Nanometer-FD-SOI-Technologie“, die GF derzeit in seinem Dresdner Chipwerk einführt. Rund 2,9 Millionen Euro ECSEL-Fördergelder fließen daher an Globalfoundries Dresden.

“Das ist eine sehr gute Nachricht für den gesamten Mikroelektronik-Standort Dresden“, kommentierte der Dresdner GF-Chef Rutger Wijburg den Zuschlag aus Brüssel. „Sie bestätigt, dass wir mit der Entwicklung der 22FDX-Technologie einen wichtigen Beitrag für die Märkte der Zukunft wie ‘Internet der Dinge’ und ‘Industrie 4.0’ leisten.”

Der 22FDX-Fokus der Dresdner ist allerdings nicht unumstritten. Auch baut das Unternehmen hier derzeit Personal ab.

Von Heiko Weckbrodt

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