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Dresden braucht frische Luft: Umweltamt misst und plant die Kaltluftschneisen der Zukunft

Dresden braucht frische Luft: Umweltamt misst und plant die Kaltluftschneisen der Zukunft

Wenn es im Sommer so richtig heiß wird, dann weiß wohl jeder Schatten und ein kühles Plätzchen zu schätzen. Doch je länger die Hitze andauert, um so schwieriger ist es, Abkühlung zu finden.

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Karte der Stadt Dresden: Die grünen Pfeile zeigen die Fließrichtung der Luftleitbahnen, die roten Pfeile die Fließrichtung der Kalt- und Frischluftabflussbahnen.

Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Vor allem in der Stadt. Denn Hauswände und Mauern heizen sich auf und geben die Wärme nach Sonnenuntergang an die Umgebung ab. Je dichter die Bebauung, desto länger dauert das nächtliche Abkühlen. In tropischen Nächten, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt, finden deshalb viele keinen Schlaf.

Jede Baulücke, jede Freifläche, jeder Grünstreifen sorgt dagegen für Durchlüftung und angenehme Abkühlung. Was das temperaturmäßig ausmacht, wird an einem Beispiel deutlich: "Während am 3. Juli, 20.30 Uhr in Hosterwitz 25,2 Grad Celsius gemessen wurden, lagen die Temperaturen im Stadtgebiet zwischen 27 und 29 Grad Celsius (Messpunkte in Striesen und Strehlen). In der Dresdner Neustadt und auf dem Neumarkt war es um diese Uhrzeit noch 31,5 Grad Celsius heiß", so das Umweltamt. Das sind 6 Grad Unterschied!

Eine wohltuende nächtliche Abkühlung bringen nicht nur Bäume, große Grünstreifen, Gärten und Parks, sondern auch die Kaltluftflüsse von den Hochebenen des Dresdner Umlandes. "Kaltluft fließt dem Gelände bzw. den Bereichen mit geringer Oberflächenrauigkeit folgend ins Elbtal. Oft entsprechen daher die Kaltluftbahnen einem Gewässerlauf. Die Stadtteile Plauen und Löbtau werden beispielsweise durch den Weißeritz-Kaltluftstrom versorgt, Strehlen über Zuflüsse entlang des Kaitzgrundes und ein Teil Leubens durch die abfließende Kaltluft entlang des Lockwitztals", so das Umweltamt.

Rechtselbisch befördern Taleinschnitte Kaltluft ins Elbtal. Im Laufe der Nacht intensivieren sich die Kaltluftflüsse. Kleinere Ströme vereinigen sich zu größeren Abflüssen, den so genannten Luftleitbahnen. Bis Mitternacht fülle sich das gesamte Elbtal mit Kaltluft, so das Umweltamt.

Das funktioniert aber nur, wenn diese Kaltluftschneisen nicht verbaut werden bzw. die Abwärme der Gebäude die Kaltluft nicht erwärmt und aufzehrt. Ein wichtiger Punkt, der bei der Stadtplanung beachtet werden muss. Deshalb misst und plant das städtische Umweltamt derzeit die Kaltluftschneisen der Zukunft. Um das Stadtklima zu verbessern, sollen Brachen zurückgebaut, entsiegelt und begrünt werden. Ebenso ist die Begrünung von Fassaden und Dächern eine Option. Des Weiteren steht die Entwicklung weiterer Grünzüge entlang von Dresdner Gewässern auf dem Plan.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.07.2015

Steinbach, Catrin

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