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Dresden braucht 700 Wohnungen für Asylbewerber – pro Jahr

Ständiges Kommen und Gehen Dresden braucht 700 Wohnungen für Asylbewerber – pro Jahr

Die Stadt Dresden rechnet damit, dass etwa 700 Wohnungen pro Jahr für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge bereitgestellt werden müssen. Diese Zahl nannte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN. Wie die Stadt diese Wohnungen aus dem Stand errichten will, ist gegenwärtig noch offen.

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Zwei Stühle und ein Tisch stehen in Dresden (Sachsen) in einer einzugsfertigen Vierraumwohnung für Asylbewerber.

Quelle: dpa

Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden rechnet damit, dass etwa 700 Wohnungen pro Jahr für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge bereitgestellt werden müssen. Diese Zahl nannte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN. „Belastbare empirische Aussagen zum Wohnungsbedarf von Asylberechtigten und Flüchtlingen liegen noch nicht vor. Bisherige Rechenmodelle kommen zu dem Ergebnis, dass etwa 700 Wohnungen pro Jahr benötigt werden.“ Die Wohnungsmiete müsste sich dabei an den Sätzen der Kosten für die Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger orientieren – es handelt sich also um Sozialwohnungen.

Der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen hänge davon ab, wie viele Asylbewerber der Stadt zugewiesen werden, wie viele von ihnen ein Bleiberecht erhalten und wie schnell das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Anträge bearbeitet. Eine Rolle spielt auch die Frage, ob die Asylbewerber in Dresden bleiben und in welchem Umfang deren Familien nachziehen können, so der Stadtsprecher.

Zur Erläuterung: Ein Asylbewerber, dessen Verfahren noch läuft, hat Anspruch auf ein sechs Quadratmeter großes Quartier in einem Übergangswohnheim oder einer Belegwohnung. Erhält der Betreffende eine Aufenthaltserlaubnis, darf er eine Wohnung von 45 Quadratmetern Größe beziehen. Er wird einem Hartz-IV-Empfänger gleichgestellt.

Wie die Stadt aus dem Stand 700 Sozialwohnungen pro Jahr errichten will, ist gegenwärtig noch offen. „Es werden generell nachhaltige Lösungen angestrebt“, erklärte Schulz. So sollten Neubauten in seriellen Bauweisen mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet werden, die zunächst für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt und später mit wenig Aufwand zu Wohnungen umgebaut werden könnten. „Damit kann eine nachhaltige Nutzung der eingesetzten Mittel mit einem Gewinn an Wohnraum für Dresden erreicht werden“, so der Stadtsprecher.

Die Stadt bereite sich darauf vor, in diesem Jahr die gleiche Anzahl an Asylbewerbern wie im vergangenen Jahr aufnehmen zu müssen. „Das heißt, wir benötigen Unterkünfte für 4178 Personen“, nannte Schulz die Zielvorgabe für Plätze in Übergangsquartieren. Deshalb akquiriere die Stadt mit unverminderter Intensität neue Unterbringungsobjekte. In Frage kämen sowohl Heime als auch Belegwohnungen.

In den städtischen Asylunterkünften gibt es laut Schulz ein ständiges Kommen und Gehen. Im vergangenen Jahr haben 811 Asylbewerber die Übergangsquartiere verlassen. 110 von ihnen sind freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Weitere Gründe für einen Auszug aus den Übergangsunterkünften sind die Abschiebung, der Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis, aber auch der Umzug in eine Wohngemeinschaft während des Asylverfahrens.

Sobald Asylbewerber eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, müssen sie aus den Übergangsunterkünften ausziehen. „Für eine kurze Übergangszeit dürfen sie die bisherige Unterkunft weiternutzen, bis sie eine eigene Wohnung beziehen können“, erklärte der Stadtsprecher. Die frei werdenden Plätze würden im Wochentakt mit neu ankommenden Asylbewerbern belegt. So musste die Stadt in der vergangenen Woche 105 Asylbewerber aufnehmen. In der Woche davor waren es 67 Personen. Seit Jahresbeginn hat die Stadt bereits 645 Asylbewerber unterbringen müssen. Rechnet man die ersten beiden Monate auf das gesamte Jahr hoch, kommt man auf eine Zahl von 3870. Das ist gar nicht so weit vom vergangenen Jahr entfernt.

Thomas Baumann-Hartwig

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