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Dresden blickte auf die Sonnenfinsternis - Drewag und Netzbetreiber ohne Probleme

Dresden blickte auf die Sonnenfinsternis - Drewag und Netzbetreiber ohne Probleme

Die Sonnenfinsternis hat viele Dresdner am Vormittag staunend in den wolkenlosen Himmel gucken lassen. Im Mathematisch-Physikalischen Salon des Zwingers boten die Mitarbeiter ein umfassendes Programm.

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Eine Frau beobachtet die Sonnenfinsternis in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Auf der Terrasse am Eingang hatten sie für Neugierige ein Teleskop und eine Projektion der Sonnenfinsternis aufgebaut.

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Ein Foto mit Schutzbrille funktionierte ohne Probleme.

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Zahlreiche Kindergruppen und Erwachsene blickten mit Schutzbrillen gen Himmel. Zusätzlich erklärten Wissenschaftler die Sonnenfinsternis mit historischen Instrumenten in der Sammlung. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Freitagmorgen optimale Bedingungen für die Beobachtung gemeldet. In Sachsen war der Himmel weitestgehend wolkenlos, so dass die seltene Finsternis optimal zu sehen war.  

Ab 9.30 Uhr schob sich der Mond vor die Sonne. Etwa eine Stunde später erreichte die Verdunklung ihren Höhepunkt und der Mond verdeckte die Sonne mit rund 77 Prozent. In Dresden lud auch das das Lohrmann-Observatorium der TU Dresden zum Beobachten ein. In Radebeul kamen etliche Besucher zur Volkssternwarte Radebeul.  

Drewag und Netzbetreiber melden keine Probleme

Bei der Drewag gab es keine Probleme im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis. "Unsere Netze liefen stabil", so Gerlind Ostmann, Pressesprecherin des Unternehmens, auf Anfrage von DNN-Online. Die Mitarbeiter hätten in engen Kontakt zu den Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz und Enso gestanden. Bundesweit habe es keine Engpässe oder Stromausfälle (Blackouts) gegeben, berichteten am Freitag übereinstimmend die Betreiber der großen Stromnetze. „Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Alles lief wunderbar“, meinte der Geschäftsführer Systembetrieb bei 50Hertz, Dirk Biermann, am Freitag in Neuenhagen bei Berlin. 

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Ohne Schutzbrillen sollte nicht direkt in die Sonne geschaut werden. Foto: Ralf Hirschberger

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Die Sonnenfinsternis soll am Freitag laut Wetterprognosen sehr gut zu sehen sein. Wolken sollen kaum aufziehen.

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Nach der maximalen Abdeckung der Sonne durch den Mond von je nach Ort bis zu 83 Prozent hätten die Netze innerhalb kürzester Zeit einen gewaltigen Solarstrom-Anstieg verkraften müssen: vom Tiefpunkt unter 7000 Megawatt auf bis zu 22 000 Megawatt in der Spitze.  „Das ist ein gutes Signal für die Energiewende“, meinte Biermann. Die Sonnenfinsternis galt als ernste Bewährungsprobe für den Vorreiter Deutschland, wo rund 39 000 Megawatt Solarleistung installiert sind. Um die Netze während des Himmelsspektakels stabil zu halten, mussten die Experten nur minimal eingreifen. Zur Sicherheit hatten sie bundesweit bei Kraftwerken Reservestrom eingekauft - davon machten sie aber nur „moderat“ Gebrauch.

Augenschäden durch Sonnenfinsternis schmerzen nicht  

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Die Sonnenfinsternis in Dresden gegen 10:15 Uhr.

Quelle: Dominik Brüggemann

Wer die Sonnenfinsternis ohne geeigneten Schutz beobachtet hat, bemerkt Schäden am Auge nicht durch Schmerzen. Denn die Netzhaut sendet keinen Schmerzimpuls. Schäden zeigen sich stattdessen etwa durch eine Verdunklung im Zentrum des Blickfeldes, weil die Stelle des schärfsten Sehens geschädigt wurde, sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte (BVA).

Auch wer nach dem Spektakel nicht mehr so scharf sieht wie vorher, hat möglicherweise seine Netzhaut geschädigt. Wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, hängt davon ab, wie intensiv die Einstrahlung war und wie lange man in die Sonne geschaut hat.  Wer solche Probleme bemerkt, geht besser so früh wie möglich zum Augenarzt. Viel machen kann man bei einer solchen Schädigung der Netzhaut zwar nicht, sagt Eckert. Aber manchen Betroffenen helfen entzündungshemmende Augentropfen.

Dominik Brüggemann/dpa

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