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Dresden bekommt neue Bäume an Straßen und in Grünanlagen

Pflanzaktion Dresden bekommt neue Bäume an Straßen und in Grünanlagen

Bäume sorgen für gute Luft. Auf Beschluss des Stadtrats investiert die Stadt über Jahre Millionen in das Grün an Straßenrändern und in Parkanlagen. Im November beginnt eine weitere Etappe. Die Grünen wünschen sich zusätzlich mehr Engagement um den Baumbestand.

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Für die Luft- und Temperaturverhältnisse in der Stadt sind Bäume wie hier im Blüherpark von erheblicher Bedeutung.

Quelle: Foto: Anja Schneider

Dresden. Die Stadt investiert weiter in das Grün an Straßenrändern sowie in Parks und Grünanlagen. Im November beginnt eine Pflanzaktion bei der 367 Bäume in die Erde kommen (Beispiele im Kasten). Insgesamt kalkuliert die Stadt dafür mit Kosten von 380 000 Euro, teilte die Verwaltung auf DNN-Anfrage mit.

Die Begrünung gehört zu einem seit Jahren laufenden Programm. 2009 hatte der Stadtrat beschlossen, über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren mit Investitionen von etwa 26,7 Millionen Euro in drei Prioritätsstufen 16 200 neue Bäume am Hauptstraßennetz zu pflanzen. Am Nebenstraßennetz sollen über mindestens 25 Jahre hinweg etwa 12 700 Bäume gepflanzt werden, 25,4 Millionen Euro könnte das kosten. Die Stadt will damit den Bestand an Bäumen von 48 500 (Jahr 2008) auf bis zu 77400 erhöhen.

Bislang hat es die Elbmetropole auf 53 000 Straßenbäume gebracht. „Dresden ist eine baumreiche Stadt mit großer Artenvielfalt“, heißt es in der Verwaltung. Für eine Straßenbaumpflanzung muss je nach Aufwand mit bis zu 3500 Euro pro Baum gerechnet werden. Die Kosten fallen für die Vorbereitung des Standortes, die qualitativ hochwertige Pflanzware (die Jungbäume haben einen Stammumfang von 18 bis 20 Zentimetern), Substrat, Verankerung, Bewässerungs- und Belüftungsset, Gehwegangleichungen sowie die Fertigstellungspflege an. Auf der Bahnhofstraße beispielsweise koste durch eine nötige Leitungsverlegungen eine Neupflanzung im Durchschnitt sogar 7700 Euro. Daher freut sich die Stadt über Spenden an den Fonds Stadtgrün, mit dem Bäume finanziert und Spender zu Baumpaten werden. Mit der Pflanzaktion werden teilweise auch gefällte Bäume ersetzt. Wo gefällt wird, listet die Stadt ab sofort auf der Internetseite www.dresden.de/baum auf.

Die Jungbäume, die die Landeshauptstadt Dresden in Park- und Grünanlagen pflanzt (57), stammen aus der Baumschule Neumann aus Bad Zwischenahn (Niedersachsen). Die Straßenbäume (310) liefert die Baumschule H. Lorberg GmbH & Co. KG aus Ketzin (Brandenburg). Diese Firmen setzten sich bei der Ausschreibung der Aufträge durch.

Pflanzungen

Straßenbäume

Auf der Bünaustraße werden beidseitig 48 Winter-Linden (Tilia cordata ‚Greenspire‘), auf der Wallotstraße im östlichen Gehweg von Schumannstraße bis Fetscherstraße 21 Säulen-Hainbuchen (Carpinus betulus ‚Fastigiata‘), auf der Erna-Berger-Straße zwischen Antonstraße und Stetzscher Straße auf dem westlichen Gehweg zehn Purpurerlen (Alnus x spaetii) und auf der Bahnhofstraße werden auf dem nördlichen Gehweg im Abschnitt von Hausnummer 33 bis zur Schmilkaer Straße 16 Blumeneschen (Fraxinus ornus ‚Rotterdam‘) gepflanzt. Parallel zu Straßenbauarbeiten werden unter anderem auf der Reisstraße 25 Winter-Linden (Tilia cordata ‚Rancho‘), auf der Hansastraße 11 Birken (Betula pendula) und vier Platanen (Platanus) und auf der Poststraße 46 Spitz-Ahorne (Acer platanoides) gepflanzt. Der Eingang zum Friedhof an der Borsbergstraße in Schönfeld bekommt sechs Säuleneichen (Quercus robur ‚Fastigiata‘).

Park- und Grünanlagen

Sieben Bäume auf dem Alaunplatz, weitere an der Baluschekstraße (Spielplatz), an der Bismarcksäule (Räcknitzhöhe), im Rothermundtpark, an der Canalettostraße, Hähnelstraße und auf der Grünanlage Bahnhofstraße Niedersedlitz. Es handelt sich überwiegend um Ersatzpflanzungen abgestorbener Jungbäume oder nach Baumfällungen aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Die Grünen im Stadtrat begrüßen mit Blick auf den Klimawandel den Zuwachs an Stadtgrün. Dresden brauche sich im europaweiten Städtevergleich schon jetzt nicht zu verstecken. Für die notwendige Verbesserung der Luft- und Temperaturverhältnisse müsse die Stadt aber sicher noch mehr tun, erklärte Umwelt- und Klimapolitiker Wolfgang Deppe auf Anfrage. Da es jedoch immer schwieriger und teurer werde, an Hauptstraßen zu pflanzen, würden verstärkte Investitionen in die Altbaumpflege wichtig. Der ökologische Nutzen von Altbäumen sei um ein vielfaches höher als von neu gepflanzten Bäumen. Die Grünen sehen daher Im Haushaltsentwurf unter anderem beim Altbaumschutz noch „erheblichen Nachsteuerungsbedarf“. Stadtbäume müssten nicht immer Straßenbäume sein, sprach sich Deppe für eine Weiterentwicklung des Baumkonzepts mit Blick auf Wohnviertel und Parks aus. Zur weiteren Begrünung müsse auch der geplante Promenadenring vorangebracht werden, erklärte der Grünen-Politiker.

Von Ingolf Pleil

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