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Dresden baut Juniordoktor-Programm für Kinder aus, um Forschergeist und Nachwuchs zu fördern

Dresden baut Juniordoktor-Programm für Kinder aus, um Forschergeist und Nachwuchs zu fördern

Weil die Dresdner Kinder und Jugendlichen so wissbegierig sind und nach mehr Experimenten schreien, wollen Stadt und Forscher nun ihr "Juniordoktor"-Programm ausweiten.

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Fraunhofer-Forscher Frank Kretschmar erklärt den Kindern, wie man Laserlicht steuert - und mit Spiegeln auch um Hindernisse lenken kann. Als Schutz für die Augen tragen die Mädchen und Jungen bei einigen Experimenten spezielle Laser-Schutzbrillen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das teilten Netzwerk-Koordinatorin Doris Oser und Organisator Thomas Scheufler zum Auftakt der Juniordoc-Reihe 2014 mit. "Unsere 300 Plätze sind Jahr für Jahr überbucht, einige Veranstaltungen sogar vierfach", sagte Scheufler. Jetzt suche man Partner aus Forschung und Hightechindustrie, die weitere Experimente einbringen.

Wie gebannt starren 20 Kinderaugen auf den Apparat, den Fraunhofer-Forscher Frank Kretschmar unter dem Motto "Es werde Licht!" aufgebaut hat. Die Knirpse kennen Laser vor allem von den brummenden Lichtschwertern der Jedi-Ritter aus den Starwars-Filmen. Doch so einen gebündelten roten Lichtstrom einmal live zu sehen, ist eben doch was anderes - mal abgesehen davon, dass die Schüler und angehenden "Juniordoktoren" wie eine coole Nerd-Bande aussehen, als sie die wuchtigen Laserschutzbrillen aufsetzen.

"Ganz schön schwierig zu lenken", brummelt ein rotbeschopftes Mädchen, das all seine Feinmotorik aufbietet, um mit den Strahl ein "D" auf dem Papierziel nachzuschreiben. "Deshalb haben wir im Labor auch Motoren, die den Laser ganz genau lenken", erklärt Betreuer Kretschmar - im Moment kommt es auf das optische Grundprinzip an, das er den Kindern beibringen will: Wie lenke ich einen Laserstrahl um ein Hindernis?

Der Forscher ist selbst Vater dreier Kinder, mit denen er daheim experimentiert. Daraus sind die Versuche entstanden, die er den Juniordoktoren in spe im Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Gruna vorführt. Unter 113 solcher Stationen von Roboterbau über Malkunst bis hin Chaosphysik in 32 Instituten und Firmen können die Schüler der Klassenstufen 3 bis 12 stadtweit wählen. "Die Resonanz der Kinder und der Veranstalter ist enorm und wächst", betont Scheufler von der "TS Kulturmanagement", der für das "Netzwerk Dresden - Stadt der Wissenschaft" das Programm organisiert.

"Den jüngeren Teilnehmern wollen wir zeigen, wie Wissenschaft unser tägliches Leben bestimmt, den Älteren Studienmöglichkeiten aufzeigen - und dafür sorgen, dass Wirtschaft und Wissenschaft genug Fachkräfte finden", erklärt Oser die Idee. Das funktioniert, weil es keinen Gruppenzwang gibt: Wer Juniordoktor werden will, meldet sich individuell per Internet an. Dadurch herrscht bei den Vorlesungen und Experimenten eine ganz andere Atmosphäre als bei Klassenexkursionen, bei denen immer ein paar Gelangweilte im Boot sind. Wer mindestens sieben Stationen erfolgreich absolviert und alle Testfragen richtig beantwortet, bekommt im Herbst einen Doktorhut und den Titel "Juniordoktor". Etwa die Hälfte jedes Jahrgangs schafft das auch, so Scheufler.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.01.2014

Heiko Weckbrodt

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