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Dresden auf dem Weg zur Kulturhauptstadt

Kultur des Zusammenlebens in Europa Dresden auf dem Weg zur Kulturhauptstadt

Dresden soll Kulturhauptstadt Europas werden. Dabei spielt nicht nur die Kulturlandschaft, die architektonischen Sehenswürdigkeiten oder das barocke Kunsterbe eine Rolle – in den Leitlinien zur Bewerbung wird nichts beschönigt.

Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch stellt im Innenhof des Rathauses Konzepte vor, wie beispielsweise die neuen Werbeplakate zur Dresdner Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 aussehen könnten.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Dresden soll Kulturhauptstadt Europas werden. Dabei spielt nicht nur die Kulturlandschaft, die architektonischen Sehenswürdigkeiten oder das barocke Kunsterbe eine Rolle – in den Leitlinien zur Bewerbung wird nichts beschönigt.

So heißt es in der Pressemitteilung des federführenden Amtes für Kultur und Denkmalschutz: „Dresden erscheint aktuell als Kristallisationspunkt von Problemlagen, die Europa insgesamt betreffen und bedrohen.“ Die Stadt sei Bühne von Konflikten, welche zurzeit an vielen Orten Europas ausgetragen werden. Das Amt hofft, dass Dresden als künftige Kulturhauptstadt eine relevante Rolle bei der Suche nach einer gemeinschaftlich entwickelten Kultur des Zusammenlebens in der Europäischen Union spielen wird.

Gestern stellte die Kultur- und Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (LINKE) hierzu im Innenhof des Rathauses das Konzept und den Fahrplan zur Bewerbung Dresdens vor. Bis 2019 muss das Konzept stehen. Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie Magdeburg oder Nürnberg, liegt Dresden in der Nähe zu Osteuropa. „Hier können wir aufgrund unserer Lage und der historischen Bande Dresdens einen verstärkten Dialog mit unseren Nachbarn anstoßen“, erklärt Klepsch. In Zeiten des Auseinanderdriftens der EU und nationaler Strömungen, gerade in den östlichen Nachbarländern, sei dieser Weg weit über die Bewerbung oder die Ernennung zur Kulturhauptstadt hinaus wichtig, so die Bürgermeisterin.

Ab dem 26. September steht vor der Goldene Pforte ein Informationscontainer, um die Bevölkerung zur Mitarbeit zu animieren.

Von Paul Felix Michaelis

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