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Dresden: Weißiger Kinder kommen in Bühlau unter

Dresden: Weißiger Kinder kommen in Bühlau unter

Nachdem sich bestätigt hat, dass unter der neuen Kindertagesstätte Schönfeld-Weißig gefährlicher Asbestmüll liegt, hat sich die Stadt kurzfristig um einen Ausweichstandort bemüht.

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Ein prächtiger Bau, der aber nicht eröffnet werden kann, weil Asbest unter der Bodenplatte liegt: die neue Weißiger Kindertagesstätte.

Quelle: Dietrich Flechtner

Wie Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN mitteilte, werden die bisher angemeldeten 13 Kinder und die später noch hinzukommenden zehn Krippenkinder zunächst in der Bühlauer Kindertagesstätte auf der Neukircher Straße 20 untergebracht. In der städtischen Kita sind derzeit noch Plätze frei. Um die Jungen und Mädchen aus Weißig werden sich dort die Erzieher von Malwina e.V. kümmern, dem Trägerverein der Weißiger Einrichtung. Das habe den Vorteil, dass zwar der Betreuungsort wechsle, aber nicht die Betreuungspersonen.

Unterdessen überwachen vom Umweltamt beauftragte Ingenieure die Entsorgung des illegalen Asbestmülls auf dem Grundstück der Weißiger Kita. Am Freitag hatte es eine Anhörung des Umweltamtes mit dem Grundstückseigentümer und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) gegeben, mit der Anordnung an den Eigentümer, den Abfall zu beseitigen. Gleichzeitig ging eine Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung an die Staatsanwaltschaft.

Ein vollständiger Abriss des Neubaus, unter dem sich die gefährlichen Platten befinden, ist höchstwahrscheinlich nicht nötig. Wohl aber muss die Bodenplatte an der Müllstelle aufgebohrt und dort wieder neu geschlossen werden. Ist der Asbest beseitigt, wird man laut Schulz untersuchen, ob noch eine Gesundheitsgefahr auf dem Kita-Gelände besteht. Wenn nicht, sind die Voraussetzungen für den Mietvertrag erfüllt und die Kita zieht an der Hauptstraße 4 ein. Es gebe keinen Grund, von dem Mietvertrag zurückzutreten, zumal es in Weißig derzeit keine Alternative gibt, so Schulz. Allerdings will die Stadt prüfen, inwieweit durch die verspätete Eröffnung der Einrichtung Kosten entstehen und diese gegenüber dem Grundstücksbesitzer einfordern.

Die von den Grünen verlangte Suspendierung von Behr könne die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nicht vornehmen. Darüber müsste die Landesdirektion als übergeordnete Stelle entscheiden, so Schulz. "Wir werden die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abwarten", betont er.

Die Übergangslösung für die betroffenen Kinder gilt bis Ende Dezember. Danach ist die Kita in Bühlau mit Kindern aus dem eigenen Einzugsgebiet voll belegt. Entweder das Weißiger Haus ist dann asbestfrei oder Träger und Stadt müssen sich nach einer weiteren Zwischenlösung umsehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2013

Madeleine Arndt

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