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Dresden: Von 222.524 Autos nur 189 mit E-Antrieb

Kaufprämie für Elektro-Autos ab sofort zu haben Dresden: Von 222.524 Autos nur 189 mit E-Antrieb

Ab sofort können Interessenten die Kaufprämie für Elektro-Autos beantragen. Dafür gibt es bis zu 4000 Euro Umweltbonus, wie die Prämien offiziell heißen – je 2000 Euro vom Bund und 2000 Euro vom Hersteller. Beide teilen sich in die Gesamtkosten von 1,2 Milliarden Euro.

Seit dem 1. Juli 2016 sind auf Dresdens Straßen 59 der hier gemeldeten Autos mit solchen eigens für Elektrofahrzeuge kreierten Kennzeichen unterwegs. Die Nummernschilder haben am Ende ein großes „E“ eingestanzt, was aber nicht zu Mehrkosten führt.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Elektroautos sind auch auf Dresdens Straßen Exoten. Lediglich 189 der insgesamt 222 524 in der Landeshauptstadt gemeldeten Fahrzeuge haben einen reinen Elektroantrieb. Das entspricht 0,085 Prozent. Die Hybride summieren sich immerhin schon auf 1329. In den nächsten zehn Jahren soll sich dieses Bild komplett wandeln. Beitragen dazu soll das milliardenschwere Förderprogramm der schwarz-roten Bundesregierung, das heute offiziell anläuft.

Wer ein E-Auto haben will, kann sich von heute an die versprochenen Kaufprämien sichern und dazu beitragen, dass der Absatz in die Gänge kommt, neue Ladestationen gebaut werden und die Batterie-Forschung auflebt. Die Förderung gilt rückwirkend für Elektro-Autos, die seit dem 18. Mai gekauft wurden. Für reine Elektrofahrzeuge mit Batterie gibt es 4000 Euro Umweltbonus – den tragen je zur Hälfte Bund und Hersteller. Für Hybridautos, die einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, gibt es 3000 Euro.

Die Gläserne Manufaktur Dresden ist am Freitag nach einer zehntägigen Umbauphase als neues Schaufenster der Marke Volkswagen für Elektromobilität und Digitalisierung eröffnet worden.

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Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) hatte im April angekündigt, die Landeshauptstadt zum Modellprojekt für Elektromobilität machen zu wollen und dazu eine strategische Partnerschaft mit Volkswagen anzustreben. Ein erster Schritt dabei könne sein, den gesamten städtischen Fuhrpark von etwa 100 Autos komplett auf E-Antrieb umzustellen, sagte er bei der Eröffnung der Manufaktur als „Erlebniswelt“. Ein Vierteljahr später ist die Stadt gerade dabei den Anteil ihrer Elektroautos von fünf auf 15 zu erhöhen, wie Stadtsprecher Kai Schulz erklärte. Auch in Sachen Infrastruktur zeichnet sich kein Sprung nach vorn ab. Wer seinen fahrbaren Untersatz in Dresden an öffentlichen Plätzen aufladen will, könne gegenwärtig 28 Ladesäulen anfahren, so Schulz. Eine weitere sei in Planung. An einem Konzept, langfristig ein intelligentes Netz aufzubauen, das Parken und Batterieladen geschickt miteinander vereint, arbeite das städtische Klimaschutzbüro.

Seit Mai können Besitzer von Elektrofahrzeugen auch spezielle Kennzeichen beantragen. Die haben zu den üblichen Buchstraben und Nummern am Ende noch ein großes „E“ eingestanzt, kosten keinen Cent mehr und sind ansonsten mit dem gleichen Procedere erhältlich wie herkömmliche Nummernschilder. „In der Landeshauptstadt fahren inzwischen 55 Autos mit solchen Kennzeichen“, sagte Schulz. Seit gestern sind es vier mehr. Denn als Vertreter der Stadt überreichte Schulz der Gläsernen Manufaktur vier E-Kennzeichen für jene vier Autos, mit denen Besucher der „Erlebniswelt für Elektromobilität und Digitalisierung“ in der Gläsernen Manufaktur seit April auf Probefahrt gehen können.

Die im April neu eröffnete „Erlebniswelt“ war nach dem Auslaufen der Phaeton-Produktion im März 2016 eingerichtet worden. Sie gilt als Übergangslösung, denn ab 2017 soll die Manufaktur für eine flexible Montage umgerüstet werden. Im Oktober werde bekannt gegeben, wie es weitergeht. „Wir bereiten die Entscheidung mit Hochdruck vor“, sagte Manufaktursprecher Carsten Krebs. Die „Erlebniswelt“, die rund 50 interaktive Exponate und Autos zu den Themen Digitalisierung und Elektromobilität zeigt, hat seit April rund 45 000 Besucher angelockt. Von denen haben sich 660 für 520 Probefahrten mit E-Fahrzeugen entschieden, erklärte Manufaktur-Vertriebsschef Marco Weiß. Die halbstündigen Fahrten sind – nach Voranmeldung – im Eintrittspreis für die Manufaktur enthalten.

Die Erlebniswelt ist Teil der groß angekündigten Elektroauto-Offensive des Volkswagen-Konzerns. Bis 2025 will VW 30 rein elektrische Fahrzeuge im Portfolio haben. Dann sollen statt der derzeit jährlich 64 000 E-Fahrzeuge mindestens zwei bis drei Millionen pro Jahr verkauft werden.

Wie sich die mobile Zukunft über alle gesellschaftlichen Bereiche hinweg gestalten lässt, dazu bereitet die Sächsische Energieagentur SAENA für den 15. September eine Fachtagung in Dresden vor. Unter dem Motto „Intelligente Lösungen für effiziente Mobilität“ geht es um die Vernetzung von Menschen und Dingen. Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung tauschen sich aus über den neuesten Stand der Forschung und über Konzepte, intelligente Lösungen alltagstauglich zu machen.

Von Barbara Stock

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