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Dresden: Volle Kirchenbänke beim Hosterwitzer Krippenspiel

Christvesper Dresden: Volle Kirchenbänke beim Hosterwitzer Krippenspiel

Eine Vielzahl von Besuchern aus ganz Dresden strömte am Heiligabend zu den Christvespern der Kirche Maria am Wasser nach Hosterwitz. Zu den beiden Gottesdiensten drängten sich jeweils gut 400 Besucher dicht an dicht auf den Bänken des Kirchenschiffs.

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König Herodes beäugt kritisch die Gesandten aus dem Morgenland. Das diesjährige "Hosterwitzer Krippenspiel" bezog sich vielfach auf die Flüchtlingskrise.

Quelle: Michaelis

Dresden. Eine Vielzahl von Besuchern aus ganz Dresden strömte am Heiligabend zu den Christvespern der Kirche Maria am Wasser nach Hosterwitz. Zu den beiden Gottesdiensten drängten sich jeweils gut 400 Besucher dicht an dicht auf den Bänken des Kirchenschiffs und den Emporen oder sie standen im hinteren Teil des kleinen Gotteshauses an der Elbe, um das weihnachtliche Krippenspiel zu erleben. Dieses wird im neuen Jahr am 3. Januar noch einmal zu sehen sein.

Mehr als 70 Musiker, Sänger und Darsteller aus der Gemeinde stellten die Weihnachtsgeschichte um die Geburt von Jesus nach. Das Krippenspiel verbindet dabei jedes Jahr die biblische Überlieferung mit moderner Dramaturgie. Für den reibungslosen Ablauf sorgt seit 15 Jahren die Regisseurin und Dramaturgin Annette Jahns, und die hatte diesmal professionelle Unterstützung: Das Make up kreierte Ursula Bohle, die frühere Maskenbildnerin an der Semper-Oper. Für die passende Beleuchtung war Veranstaltungstechniker Heiko Stöver zuständig.

Für Pfarrerin Ulrike Birkner-Kettenacker und die Regisseurin sind die "Gegenwartspersonen" besonders wichtig. Sie ersetzen teilweise die klassische Predigt und verbinden das Bibelstück mit aktuellen Themen, ohne die eigentliche Geschichte zu verändern. Es liegt dabei auf der Hand, die Geschichte zweier schutzsuchender und hilfloser Menschen aus dem Nahen Osten auf heutige Verhältnisse zu übertragen.

Beispielsweise verwehren die drei abweisenden Wirte mit Phrasen wie "Haben sie kein zu Hause?" der hochschwangeren Maria und ihrem Gatten Joseph den Einlass - stellvertretend für eine vielerorts abweisende Gesellschaft. Besonders provokant wurden die Hirten gefragt: "Was kümmert es mich, wenn Menschen frieren - wenn sie heimatlos sind?"

Die Laiendarsteller schrieben für die Rollen ihre eigenen Texte und hinterfragten so auch die eigene Einstellung zur heutigen Flüchtlingsituation.

Paul Felix Michaelis

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