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Dresden: Protestanten gehen ins Wahljahr

Dresden: Protestanten gehen ins Wahljahr

2014 ist für die evangelisch-lutherischen Christen in Sachsen Wahljahr. Es beginnt am 26. Januar mit Wahlen zur neuen Landessynode, der parlamentarischen Vertretung aller Kirchgemeinden.

Abstimmen dürfen die Mitglieder der Kirchenvorstände. Als Kandidaten treten in den Kirchenbezirken Laien und Pfarrer an. Die Kandidaten aus dem Kirchenbezirk Dresden Nord stellen sich am 8. Januar, die von Dresden Mitte am 15. Januar in öffentlichen Veranstaltungen vor.

Insgesamt sind 80 Synodale zu bestimmen. 60 von ihnen - 20 Pfarrer und 40 Laien - werden gewählt. 20 werden von der Kirchenleitung berufen. Von ihnen dürfen nicht mehr als die Hälfte Pfarrer sein. Die konstituierende Tagung ist im Juni geplant. Angesichts zurückgehender Einnahmen und Mitgliederzahlen werden die Synodalen über weitere Kürzungen und Strukturveränderungen beschließen müssen, vor allem die Zusammenlegung von Gemeinden und Kirchenbezirken.

Otto Guse, Präsident der Vorgängersynode, die im November zum letzten Mal tagte, sagte der evangelischen Wochenzeitung "Der Sonntag": "Wir können es nicht ändern, dass wir kleiner werden. Wir können es nicht ändern, dass wir weniger Geld haben werden. Aber wir können unsere Einstellung dazu ändern und schauen, wie wir das Beste daraus machen."

Nachdem sie im Januar die Zusammensetzung der Synode bestimmt haben, werden die Kirchenvorstände der 765 Kirchgemeinden und Kirchspiele neu gewählt. Am 14. September geben die Gemeindemitglieder ihre Stimmen für ihre Leitungsgremien ab.

Im April wird an 25 Jahre Ökumenische Versammlung erinnert. 1989 waren Christen verschiedener Konfessionen in Dresden zusammengekommen und hatten grundlegende Erklärungen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung verabschiedet. Diese Texte erwiesen sich auch für die Friedliche Revolution 1989 als richtungsweisend.

1539 wurde in der Dresdner Kreuzkirche erstmals das Heilige Abendmahl nach lutherischem Brauch "in beiderlei Gestalt" ausgeteilt. Die Gläubigen erhielten neben dem Brot, der Hostie, auch Wein. Dies markierte die Einführung der Reformation in Dresden. An das 475. Jubiläum wird im Juli mit Gottesdienst und einem Fest unter freiem Himmel erinnert.

Für den Sommer sind große Treffen der sächsischen Landeskirche geplant. Ende Juni ein Landeskirchentag zusammen mit dem bundesweiten Evangelischen Chorfest in Leipzig. Anfang Juli wollen sich Sachsens evangelische Christen mit Vertretern der Kirchen Mittel- und Osteuropas in Wroclaw (Breslau) treffen.

Die Katholiken in Dresden sind am 18. Mai Gastgeber für die bundesweite Eröffnung der Pfingst-Aktion des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Dabei soll auf die schwierige Situation vieler Menschen im Osten Europas aufmerksam gemacht werden, mit Konzerten, Kinoabenden, Pilgerwegen oder Podiumsdiskussionen. Renovabis will Kirchen und Gesellschaften in Mittel-, Ost- und Südosteuropa stärken. Das Hilfswerk mit Sitz im bayerischen Freising unterstützt jährlich rund 800 pastorale, soziale und gesellschaftliche Projekte in den ehemals sozialistischen Ländern. 2012 sind dafür insgesamt 26,5 Millionen Euro aufgewendet worden.

Seit 1993, dem Jahr der Gründung, sind mit Spendengeld Kirchen und Gemeindezentren gebaut worden, Familien-, Frauen- und Jugendzentren ausgestattet, Heime für Waisen- und Straßenkinder unterhalten sowie Priester, Ordensleute und in der Seelsorge tätige Laien ausgebildet worden. Mehr als 19 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 560 Millionen Euro sind realisiert worden.

Am 9. November sind erneut Gäste aus den deutschen Bistümern in Dresden zu Gast. Bischof Heiner Koch eröffnet dann die Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken. Dieses Hilfswerk, 1849 als Bonifatiusverein in Regensburg gegründet, unterstützt die Seelsorge in den Diasporaregionen in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum, also da, wo Katholiken in Minderheit sind.

Es sammelt Spenden und stellt diese den Kirchengemeinden und katholischen Institutionen als "Hilfe zur Selbsthilfe" zur Verfügung. Etliche Spendenmittel fließen ins Bistum Dresden-Meißen. Zu den bedeutendsten unter den insgesamt mehr als 1200 Projekten gehört der Bau der neuen Propsteikirche in der Innenstadt von Leipzig.

Fortgesetzt wird im Bistum der 2011 von der Deutschen Bischofskonferenz initiierte Dialogprozess über den künftigen Weg der katholischen Kirche. Dazu ist im Oktober eine Werkstatt im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz bei Bautzen geplant, dem Bildungshaus des Bistums Dresden-Meißen.

Tomas Gärtner

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.12.2013

Tomas Gärtner

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