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Dresden Nazifrei plant Gesprächsangebot an Helma Orosz – Nazi-Demo soll auch 2014 blockiert werden

Dresden Nazifrei plant Gesprächsangebot an Helma Orosz – Nazi-Demo soll auch 2014 blockiert werden

Mit insgesamt fünf Kundgebungen startet das Aktionsbündnis Dresden Nazifrei am Freitag die Vorbereitungen für den 13. Februar 2014, den Jahrestag der Bombardierung Dresdens 1945. Wie in den vergangenen vier Jahren soll der befürchtete Aufmarsch der Rechtsextremen blockiert werden, kündigte Bündnissprecher Silvio Lang an.

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Dresden Nazifrei will auch 2014 den Aufmarsch der Rechtsextremen blockieren.

Quelle: Martin Förster foerstermartin.de

Massenblockaden seien „das einzige wirksame Mittel, um Naziaufmärsche zu verhindern.“ Zudem kündigte Lang an, dass Dresden Nazifrei auf die Stadtverwaltung zugehen wolle. Das Bündnis plane ein Gesprächsangebot an Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Ob diese dies annehme, wollte Lang jedoch nicht prognostizieren. Bisher hatte sich die Oberbürgermeisterin mit den Nazi-Gegnern nicht an einen Tisch gesetzt.

Nazifrei will Gedenkdiskurs mitgestalten

Neben der Blockade des bereits angekündigten Nazi-Aufmarsches am 13. Februar und, so nötig, am darauffolgenden Samstag, den 15. Februar, gehe es Dresden Nazifrei vor allem um den Gedenkdiskurs in Dresden. Hier habe man schon viel erreicht. Die Akzeptanz in der Stadt sei deutlich höher als zum Start 2010. Mit dem Mahngang „Täterspuren“, der auch 2014 stattfinden soll, habe man den „Nerv der Stadtgesellschaft getroffen“, sagte Lang.

Trotzdem gebe es weiter Probleme. In der AG 13. Februar gebe es nach dem Ausscheiden von Moderator Frank Richter keinen adäquaten Ersatz als Ansprechpartner. Noch immer laufen zahlreiche Prozesse rund um den 19. Februar 2011. Auch mit dem Dresdner Ordnungsamt erwartet Lang weiter Probleme. Hier seien weiter die Personen im Amt, die Nazifrei „seit 2010 Steine in den Weg legen“. Dass die Entscheidungen des Ordnungsamtes nicht immer richtig seien, habe das Gerichtsurteil zum Mahngang Täterspuren 2011 kürzlich erst gezeigt. Umso mehr sieht sich Nazifrei auf dem richtigen Weg.

Bündnis macht weiter

Im Sommer habe das Bündnis überlegt, ob man weitermachen müsse und die Frage klar mit ja beantwortet. Denn noch immer kommen jeden Februar zahlreiche Rechtsextreme nach Dresden, um den Jahrestag der Bombenangriffe von 1945 zu instrumentalisieren. Zudem wolle Nazifrei verhindern, dass die NPD den Aufmarsch als Wahl-Propaganda nutzen kann. Wie schon 2013 ist das Bündnis vor allem regional organisiert. In diesem Februar hatten bis zu 5000 Gegendemonstranten den Aufzug der Rechtsextremen fast vollständig verhindert. Dabei blieb es überwiegend friedlich.

Die Kampagne für 2014 steht unter dem Motto „Wieder setzen! Nazis blockieren!“ Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs gehören mehrere Parteien, Gewerkschaften und Organisationen. Auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland, die Gedenkstätte Buchenwald und die Jüdische Gemeinde Dresden sind vertreten. Unter anderem gehören die Oberbürgermeister von Jena, Weimar und Kamenz dazu, genauso wie die Herkuleskeule und Musiker wie Konstantin Wecker und Annamateur.

Stephan Lohse

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