Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresden: Klimaschutz macht Biomüll teurer - grünes Licht für CO2-arme Entsorgung

Dresden: Klimaschutz macht Biomüll teurer - grünes Licht für CO2-arme Entsorgung

Die Bioabfälle der Dresdner sollen ab 2016 zu Biogas vergärt werden. Der Umweltausschuss des Stadtrates hat jetzt einstimmig grünes Licht dafür gegeben, dass im April die Verwertung der Bioabfälle ab dem Jahr 2016 neu ausgeschrieben werden kann.

Die Stadtverwaltung verspricht sich die Vermeidung von 5100 Tonnen Kohlendioxid-Emission. Die Kehrseite: Auf den Gebührenzahler kommen Mehrkosten von 1,63 Euro pro Einwohner und Jahr zu.

Rund 24000 Tonnen Bioabfälle kommen in Dresden pro Jahr zusammen. Nur ein Drittel davon wird zu Biogas vergärt. Mehr als 16000 Tonnen werden in Kompostierungsanlagen zu Humuserde verrottet. Die Verträge mit der Stadt und den Verwertern der Bioabfälle laufen zum 31. Dezember 2015 aus. Bei der Neuausschreibung kann die Stadt nun zu 100 Prozent auf Biogas setzen. Ungefähr sechs Millionen Kilowattstunden Strom und 6,25 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr lassen sich aus den häuslichen Bioabfällen erzeugen. Allerdings gibt es in und um Dresden gegenwärtig noch keine Anlagen, die mit speziell für Bioabfälle konzipierten Verwertungsverfahren betrieben werden. Deshalb sei der Zeitpunkt für die Ausschreibung so früh gewählt. Die Mehrkosten im Vergleich zur Kompostierung bezifferte die Stadt mit rund 860000 Euro pro Jahr. Diese werden auf den Gebührenzahler umgelegt.

Ein Interessent für den Inhalt der Biotonnen ist die Stadtentwässerung Dresden (SEDD), die in ihren beiden Faultürmen in Kaditz nicht nur Klärschlämme zu Biogas vergären will. Die SEDD werde die Ausschreibung mit höchster Aufmerksamkeit verfolgen, kündigte Prokurist Ralf Strothteicher gegenüber den DNN an.

"Das Thema ist schwierig und sensibel", erklärte SPD-Stadtrat Albrecht Pallas, Mitglied im Umweltausschuss. "Auf der einen Seite sind die Abfallgebühren erst in diesem Jahr gestiegen. Auf der anderen können wir uns vor Themen wie Klimaschutz und Energieeffizienz nicht verstecken." Er begrüße den Beschluss.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
19.09.2017 - 13:00 Uhr

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dresden sowie der Verein "Gerede" laden in die Neustadt ein. 

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.