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Dresden: Kein Platz für Schulsanierungen

Städtisches Investitionsprogramm Dresden: Kein Platz für Schulsanierungen

Das städtische Investitionsprogramm für die Schulen ist akut gefährdet. Vom Freistaat kommen nicht die erhofften Fördermittel. Die Baukosten steigen bei einigen Vorhaben deutlich über die Summen, die die Planer kalkuliert hatten.

Dresden. Das städtische Investitionsprogramm für die Schulen ist akut gefährdet. Vom Freistaat kommen nicht die erhofften Fördermittel. Die Baukosten steigen bei einigen Vorhaben deutlich über die Summen, die die Planer kalkuliert hatten (DNN berichteten). Neben dem Geldmangel kommt jetzt noch ein weiteres Problem auf die Stadt zu: Ihr fehlt eine Schule, in die große Schulen wie Gymnasien ziehen können, wenn deren Gebäude saniert werden. „Der ehemalige Schulstandort Boxberger Straße wird auf absehbare Zeit für eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs mittel- bis längerfristig ausfallen“, erklärte Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) auf DNN-Anfrage.

Die Schulgebäude in Prohlis haben bereits mehrfach als Auslagerungsstandort gedient. So waren hier das Romain-Rolland-Gymnasium, das Kreuz-Gymnasium oder das Hans-Erlwein-Gymnasium während der Sanierung der Schulhäuser untergebracht. Gegenwärtig werden die Gebäude in Prohlis als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. Dafür wurde die Zweckbestimmung der Gebäude in „Beherbergungsstätte“ geändert. Für eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs wäre laut Lames eine neue Baugenehmigung erforderlich.

„Eine neue Baugenehmigung ist anhand des aktuellen Baurechts zu prüfen und zu erteilen“, erklärte der Schulbürgermeister. Dies würde eine umfassende Sanierung der beiden Gebäude voraussetzen. „Das würde mehrjährige Planungs-, Ausschreibungs- und Bauzeiten erfordern. Für dieses Vorhaben sind aber keine entsprechenden Haushaltsgelder im städtischen Haushalt eingeplant.“
Sechs bis acht Millionen Euro würde es kosten, die Schulgebäude in Prohlis in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Die Projektlaufzeit werde bis zu drei Jahre betragen, schätzt Lames. Was heißt: Der Auslagerungsstandort Prohlis ist Geschichte. Das Schulverwaltungsamt steht laut Lames nun vor der Aufgabe, alternative Varianten für die geplanten Sanierungen von Schulen zu entwickeln. „Das können Teilauslagerungen in kleinere zur Verfügung stehende Schulgebäude oder Sanierungen im Schulbetrieb sein.“

Schon im nächsten Jahr sollte das Dreikönigsgymnasium nach Prohlis ziehen. Die Boxberger Straße wäre aber auch als Auslagerungsstandort für das Gymnasium Plauen in Betracht gekommen. Welche finanziellen Auswirkungen der Wegfall des Schulstandorts haben wird, könne gegenwärtig noch nicht gesagt werden, so der Schulbürgermeister. Billiger dürfte die Teilsanierung von Schulgebäuden im Vergleich zur Sanierung eines leergezogenen Schulhauses indes nicht werden.

Nach dem Wegfall der Boxberger Straße verfügt die Stadt nur noch über zwei Auslagerungsstandorte für Schulsanierungen: am Terrassenufer und am Berthelsdorfer Weg in Seidnitz. Das ist angesichts des kommunalen Schulbauprogramms viel zu wenig. Elf Bauauslagerungsschulen sollten es schon sein, heißt es aus der Stadtverwaltung.

tbh

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