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Dresden-Gorbitz feiert am Dienstag 31. "Geburtstag"

Dresden-Gorbitz feiert am Dienstag 31. "Geburtstag"

Heute feiert Gorbitz seinen 31. "Geburtstag": Am 21. August wurde die erste Großplatte für das Neubaugebiet "aus mehreren Tonnen Beton und mit Dampf im Plattenwerk gebacken", wie es Mathias Körner von der "Gorbitzer Bürgerinitiative" (GoBI) liebevoll formuliert.

Aus diesem Anlass hat die GoBi für heute einen "Grundsteinlegungs-Tag" ausgerufen: 15 Uhr treffen sich die Gorbitzer zu einem "Aufbau-Geburtstagskaffee" mit selbstgebackenem Kuchen am Leutewitzer Ring 21a. 16.30 Uhr wird das neueste Geschenk an den Stadtteil eingeweiht, die keramische Skulpturengruppe "Blumenwesen" auf der Höhenpromenade gleich nebenan. In vier bis sechs Wochen soll dann noch eine Ausstellung über DDR-Architektur und Gorbitzer Geschichte im Heimatmuseum folgen, kündigte Körner an.

"Wir möchten die Menschen für moderne Architektur sensibilisieren und zeigen, dass es falsch ist, dass sie das Stigma der DDR tragen", sagt Projektleiter Körner über die geplante Exposition. Schließlich habe es derartige Bauten auch in Westeuropa, unter anderem von Le Corbusier in Frankreich, gegeben.

Freuen können sich die Ausstellungs-Besucher zum Beispiel auf ein Modell des Dresdner "Fresswürfels", der lange Jahre ein Markenzeichen des Postplatzes war, und auf eine Nachbildung des Hotels Newa in der Prager Straße, bevor es umgebaut wurde. Zu sehen ist auch eine Miniaturausgabe des früheren, futuristisch anmutenden Anbaus des Dresdner Polizeipräsidiums.

"Wir wollen in der Ausstellung den Zeitgeist von damals zum Leben erwecken, eine Zeit, in der man glaubte, mit neuen Technologien und Bauten die Welt verändern zu können", so Körner. Aus diesem Grund habe man recherchiert, was sich die Architekten der Gebäude, die zumeist zwischen 1960 und Ende der 1980er Jahre entstanden, bei ihren Entwürfen gedacht haben.

Die Gorbitzer Architekturfreunde suchen auch den Kontakt zur Architekturfakultät der TU Dresden. Und das hat einen ganz bestimmten Grund: "Die TU hat zusammen mit dem Wohnbaukombinat Neubrandenburg das Modell des in Gorbitz und der ganzen früheren DDR anzutreffenden Plattenbaus WBS-70 entwickelt", weiß Körner. Auf die Frage, was er Menschen entgegnet, die diese Gebäude eher hässlich finden, antwortet er salomonisch: "Das können wir noch gar nicht objektiv beantworten, weil noch nicht genügend Zeit vergangen ist." Barock lehnt er ab, weil zu überladen. Körner selbst bevorzugt moderne Architektur mit klaren Formen.

Der Eröffnungstermin für die Schau wird noch bekannt gegeben, der Ort steht aber schon fest: das Gorbitzer Museum "Heimatstube" am Amalie-Dietrich-Platz 10. Der Eintritt wird gratis sein. STH

www.gorbitz.wg.vu

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2012

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