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Dresden: Fragezeichen hinter Helleraus Welterbe-Bewerbung

Dresden: Fragezeichen hinter Helleraus Welterbe-Bewerbung

Hinter der Bewerbung der Gartenstadt Hellerau für das Unesco-Welterbe steht ein großes Fragezeichen. Denn solange es keine Entscheidung zur Sanierung des Ostflügels auf dem Gelände des Dresdner Festspielhauses Hellerau gibt, dürfte der Welterbe-Status ein Wunschtraum bleiben.

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Hinter der Bewerbung der Gartenstadt Hellerau als Unesco-Welterbe steht ein großes Fragezeichen.

Quelle: Stefan Schramm

Dieter Jaenicke, Chef im Musentempel, machte am Donnerstag auf das Dilemma aufmerksam. Das Festspielhaus steht als Prototyp einer Theaterbühne der Moderne im Zentrum der Bewerbung. Sachsen hatte neben Hellerau noch das Projekt Notenspur in Leipzig nominiert - jedes Bundesland kann zwei Kandidaten ins Rennen schicken. Die Kultusministerkonferenz will im Sommer über die Vorschläge befinden. Zuvor kommt eine Jury auch nach Hellerau.

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Die Gartenstadt Hellerau ist ein um 1910 errichtetes Ensemble von Wohnhäusern, das einer Reformidee entsprang.

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„Wir brauchen eine klare Entscheidung, was mit dem Flügel passiert“, sagte Jaenicke. Immerhin koste die Bewerbung etwa 250 000 Euro. Nach Plänen des Festspielhauses sollen in dem Ostflügel 15 bis 20 Apartments für Künstler sowie Ateliers und eine Probebühne entstehen. Das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus sei von Anfang an darauf ausgelegt, dass hier auch Kunst entstehe und nicht nur gezeigt werde. Jaenicke zufolge sind die Kosten für die Sanierung des maroden Flügels, in dem bis zu ihrem Abzug 1992 Truppen der Sowjetarmee untergebracht waren, etwa sechs Millionen Euro veranschlagt. Rund 80 Prozent davon seien aber über eine Förderung von Land und Bund abgedeckt, hieß es.

Die Bewerbung von Hellerau läuft nicht in städtischer Regie. Dafür sind ein Verein, die Hellerauer Werkstätten und das Festspielhaus zuständig. Offiziell lautet das Projekt „Hellerau - Laboratorium einer neuen Menschheit“. Mit dem grenzübergreifenden Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau an der deutsch-polnischen Grenze hat Sachsen seit 2004 bereits einen Welterbe-Ort. Das Dresdner Elbtal genoss den Titel nur kurz. Ihm wurde 2009 nach nur fünf Jahren der Status wieder aberkannt. Die Welterbe-Kommission monierte den Bau der auch in Dresden umstrittenen Waldschlösschenbrücke.

dpa

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