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Dresden: Eventkoordinator stößt auf Widerstand

Dresden: Eventkoordinator stößt auf Widerstand

"Der Sinn dieser Stelle erschließt sich mir nicht", sagt Konzertveranstalter Bernd Aust kurz und bündig. Gemeint sind die Pläne von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), für 200000 Euro einen Eventkoordinator bei der Stadttochter Dresden Marketing GmbH (DMG) zu installieren (DNN berichteten).

"200000 Euro würde ich auch gerne haben", erklärt Aust. "Ich wüsste genau, was mit dem Geld zu tun ist."

Ein Eventkoordinator würde ihm nur dann helfen, wenn er ihm binnen zweier Tage alle Unterlagen für ein Konzert aufbereiten könne. "Mir wird ein Künstler angeboten und dann muss es schnell gehen. Sonst ist der Künstler weg, weil er in Leipzig auftritt", so Aust. Der Eventkoordinator müsse ein Profi sein, und der sei wohl nicht zu haben. "Ein Profi ist selbst Konzertveranstalter und bewirbt sich nicht um eine Stelle bei der Stadt", glaubt Aust. Also werde jemand eingestellt, der nicht aus der Branche komme und sich zeitaufwendig einarbeiten müsse. "So etwas brauche ich nicht. Ich veranstalte seit mehr als 20 Jahren Konzerte und weiß selbst, an wen ich mich wenden muss", erklärt der Veranstalter.

Ähnlich wie Aust sieht es Irina Schneider, Marketingleiterin der Filmnächte am Elbufer. "In der Stellenbeschreibung des Eventkoordinators gibt es viele Überschneidungen mit Tätigkeiten, die ohnehin von privaten Dienstleistern angeboten werden." Sie glaubt nicht, dass eine Eventkoordinierung bei der DMG notwendig ist. Besser sei es, die 200000 Euro in Werbekampagnen zu investieren.

Im Finanzausschuss des Stadtrates hat die Vorlage der OB jetzt mehrheitlich Zustimmung erhalten. FDP-Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow kündigte an, am Donnerstag im Stadtrat gegen den Eventkoordinator zu stimmen. Der Politiker, der mit seiner Werbeagentur seit Jahren das Stollenfest bewirbt, hält den von der OB vorgeschlagenen Weg für falsch. "Wir sollten keine zusätzliche bürokratische Struktur schaffen, sondern Maßnahmen fördern", findet er.

Die Vorlage zur Eventkoordination sei frei von Sachverstand und völlig naiv, schimpft der Liberale. "Wir müssen Dresden vermarkten. Dafür sollte das Geld verwendet werden", erklärt Zastrow.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.04.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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