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Dresden: Der Kampf gegen das Bienensterben

Dresden: Der Kampf gegen das Bienensterben

Nachdem im vergangenen Monat in Bienenbeständen der Nachbarlandkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen Ausbrüche der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt wurden (DNN berichteten), warnt das Veterinäramt der Landeshauptstadt alle Dresdner Imker vor der gefährlichen Krankheit.

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Die Faulbrut befällt derzeit Bienenvölker im Dresdner Umland. Imker Rolf Albert (l.) lässt seine Waben von Amtstierarzt Lutz Meißner untersuchen.

Quelle: Christian Juppe

In diesem Jahr wurden insgesamt zehn Sperrbezirke in Mittelsachsen und im Osterzgebirge ausgerufen.

"Die Bienenseuche befällt die Bienenbrut. Ihre Körperstruktur wird vollständig aufgelöst. Nur eine braune, fadenziehende Masse bleibt zurück. Nach und nach wird so ein ganzes Bienenvolk ausgelöscht. Für Menschen ist der Erreger allerdings ungefährlich", erklärt Lutz Meißner, Abteilungsleiter Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung beim Dresdner Veterinäramt. Dresdner Bienenhalter werden nun eindringlich gebeten, Regeln für die Haltung von Bienen akribisch einzuhalten, um ihre Bienenbestände vor der Infektion mit dem bakteriellen Erreger zu schützen. Jeder zweite Importhonig sei mit den Sporen befallen. Imker sollten deshalb Futterkranzproben an die Landesuntersuchungsanstalt schicken, um diese auf Sporen zu untersuchen.

Die Gefahr, dass sich die Seuche ausbreitet, ist gegeben, denn die Imkerdichte in Dresden ist sehr hoch. In diesem Jahr gab es einen zwanzigprozentigen Zuwachs von Bienenhaltern. "Ich freue mich über diese Entwicklung, dennoch sind viele neue Imker noch nicht über die Krankheit aufgeklärt und wissen nicht, dass die Bienen angemeldet werden müssen und ein Gesundheitszeugnis brauchen", so der Bienensachverständige Tino Lorz. Zuletzt ist die hoch ansteckende Bienenkrankheit in Dresden-Strehlen im Jahr 2011 aufgetreten. Damals konnte durch die Einrichtung eines Sperrbezirkes eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Über zwei Jahre lang durften Imker im Sperrgebiet ihre Bienenstände nicht vom Standort entfernen. Auch die Weiterverarbeitung von Wachs und Honig war da nur eingeschränkt möglich. "Im Sinne aller verantwortungsvollen Imker wollen wir das Möglichste tun, um einer ähnlichen Situation vorzubeugen", so Meißner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2014

Juliane Weigt

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