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Dresden-Balkan-Konvoi plant Projekt zur Seenotrettung im Mittelmeer

„Lifeline“ Dresden-Balkan-Konvoi plant Projekt zur Seenotrettung im Mittelmeer

Der „Dresden-Balkan-Konvoi“ hat ein neues Projekt in Planung: Bei „Mission Lifeline“ steht die Seenotrettung im Fokus. Dafür wirbt die Initiative um Spenden und Bürgschaften, um ein eigenes Rettungsschiff zu kaufen und ins Mittelmeer zu entsenden.

Das ist eines der Schiffe, für die sich die Dresdner Organisation interessiert.
 

Quelle: Dresden-Balkan-Konvoi

Dresden.  Der „Dresden-Balkan-Konvoi“ hat ein neues Projekt in Planung: Mit der „Mission Lifeline“ soll nun die Seenotrettung im Fokus stehen. Dafür wirbt die Initiative um Spenden und Bürgschaften, um ein eigenes Rettungsschiff zu kaufen und ins Mittelmeer zu entsenden. Dort sollen dann Geflüchtete in Not auf hoher See gerettet werden.

Ziel ist, den Kaufbetrag für ein auf die Bedürfnisse zugeschnittenes Rettungsschiff aufzubringen und die laufenden Betriebskosten abdecken zu können. „Um das Schiff mit Geld von der Bank kaufen zu können, werden aktuell Helfer gesucht, die je für 500 EUR eine Bürgschaft zeichnen. Außerdem wird bundesweit nach Aufstellorten für etwa 1000 Spendenbüchsen gesucht“, sagt Sascha Pietsch, ein Vertreter der Organisation.

Wie viel Geld genau nötig ist, steht noch nicht fest. Noch haben sich die Helfer nicht auf ein Schiff festgelegt. Ein mögliches Schiff würde rund 100.000 Euro kosten, so Pietsch, andere wären deutlich teurer. Wenn das Schiff dann gekauft ist, soll dieses seine etwa zweiwöchige Reise ins Mittelmeer antreten. Wo das Rettungsschiff dann stationiert wird, ist noch nicht geklärt, möglicherweise wird es auf der Insel Lampedusa vor Anker gehen.

Bei der Besatzung hofft der Dresden-Balkan-Konvoi auf möglichst viele Freiwillige. Bereits jetzt habe die Initiative Kontakt zu zahlreihen potenziellen Helfern, zu Ausstattern von Rettungsequipment und zu anderen Initiativen, die sich für die Seenotrettung engagieren und Personal dafür ausbilden. Lediglich bei einigen Spezialaufgaben an Bord, wie bei Maschinisten, werde man wohl nicht um bezahlte Seeleute herum kommen, so Pietsch. Unterstützung komme auch von Initiativen wie „Ärzte ohne Grenzen“ und Beratern für Schiffssicherheit.

Wann der Dresden-Balkan-Konvoi mit seinem eigenen Schiff in See stechen kann, ist noch unklar. Im Idealfall könnte es in zwei oder drei Monaten soweit sein, hofft Pietsch. Demnächst stehen weitere Termine mit Schiffseignern an, zudem werden weitere Bürgen für den Kauf gesucht. Nach der erstmaligen Verkündung der Pläne hätten am Montag bereits 22 Dresdner ihre Bereitschaft erklärt, nötig sind aber mehr als 200 Menschen.

Das ursprüngliche Projekt der Dresdner Helfer, die Arbeit an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni soll weiterhin beibehalten werden. Dort versorgen freiwillige Helfer seit Monaten Geflüchtete, unter anderem mit einer mobilen Teeküche. Auch die Arbeit sei wichtig und kostenintensiv, so Sascha Pietsch. Dadurch konnten aber letzten Endes die relevanten Erfahrungen gewonnen werden, was der Organisation der Mission Lifeline erheblich weiter hilft, berichtet er. Künftig will der Dresden-Balkan-Konvoi beide Projekte parallel vorantreiben.

Helfer können sich unter buergschaft@mission-lifeline.de beziehungsweise spendenbox@mission-lifeline.de an den „Dresden-Balkan-Konvoi“ wenden.

Von Marie Zoe Vanherpe

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Spendensammlung

Verschiedene Dresdner Musiker geben am Freitag in der Himmelfahrtskirche Leuben ein Benefizkonzert zugunsten des „Dresden-Balkan-Konvoi“. Dessen Freiwillige sind seit Monaten für Geflüchtete im Einsatz, unter anderem im griechischen Grenzort Idomeni oder zuletzt auch im französischen Flüchtlingslager in Calais.

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