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Drei neue Messpegel für besseren Hochwasserschutz: Lockwitzbach und Elbe sollen genauer beobachtet werden

Drei neue Messpegel für besseren Hochwasserschutz: Lockwitzbach und Elbe sollen genauer beobachtet werden

Dresden rüstet auf im Kampf gegen Hochwasser. Die Stadt bekommt drei neue Messpegel. Zwei davon sind an der Elbe geplant, die dritte Messstelle entsteht am Lockwitzbach.

Nur dabei handelt es sich auch um einen offiziellen Messpunkt, der künftig auf der Karte des Landeshochwasserzentrums auftaucht. Die zwei anderen sollen dem Umweltamt der Stadt dienen, um das Hochwassergeschehen an der Elbe besser beurteilen zu können. Nur die Fachleute dieses Amtes haben deshalb Zugriff auf die Messergebnisse.

Der neue Pegel am Lockwitzbach entsteht oberhalb eines Wehres, an dem Wasser in den Niedersedlitzer Flutgraben eingeleitet werden kann. Das Wehr befindet sich kurz vor dem großen Kreisverkehr an der Kreuzung Windmühlenstraße/Niedersedlitzer Straße/Dorfstraße/Mühlenstraße in Niedersedlitz. Anwohner haben Druck gemacht, Landtagsabgeordnete griffen das Thema auf, nun handeln die Verantwortlichen des Umweltministeriums. "Mit dem neuen Pegel können die Anwohner der Lockwitz Hochwassergefahren nun noch besser einschätzen", sagt Umweltminister Frank Kupfer (CDU).

Bisher konnte der Wasserstand des Lockwitzbachs lediglich in Kreischa, sechs Kilometer von Dresden entfernt, gemessen werden. Dieser Pegel erfasst aber nur etwa 50 Prozent des Einzugsgebiets der Lockwitz, teilte die Stadt mit. Seit 2005 fordere das Rathaus eine Verbesserung, also einen zweiten Lockwitz-Pegel nahe der Stadtgrenze. Der wird nun eingerichtet und soll Mitte September den Betrieb aufnehmen. Der Niedersedlitzer Flutgraben, der Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde und an dessen Zulauf der Pegel entsteht, diene dem Schutz von Großzschachwitz und Klein- zschachwitz und könne bis zu 15 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen, erklärt das Umweltministerium die Situation vor Ort.

Eine ganz andere Rolle spielen die zwei neuen Messstellen, die an der Elbe nahe Pillnitz und bei Gohlis geplant sind. Derzeit stehen den Fachleuten nur die Messdaten des Pegels an der Augustusbrücke zur Verfügung, um das Hochwassergeschehen an der Elbe in Dresden zu bewerten. Ein Rechenmodell, entwickelt von der TU, erlaubt auf Basis dieser Daten Vorhersagen für den gesamten Elbeverlauf in Dresden. Doch die sind nicht genau genug. "Die Elbe legt sich immer mehr in die Kurve", erklärt ein Geofachmann aus dem Rathaus das Verhalten des Flusses bei steigendem Wasserpegel. Das führe zu Abweichungen von den Rechenergebnissen. Die neuen Pegelmessstellen sollen helfen, die Fehlerrate zu senken. Wo sie entstehen sollen und was sie kosten, konnte die Stadtverwaltung noch nicht sagen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2014

Christoph Spr.

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