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Drei Jahre und drei Monate für Drogenhändler

Landgericht Dresden Drei Jahre und drei Monate für Drogenhändler

Bei Daniel S.-K. hat man den Eindruck, dass er bisher eigentlich ziemlich geradlinig durchs Leben marschiert ist. Die Aussicht auf eine „einmalige Finanzspritze“ warf ihn jetzt aber aus der Bahn. Der 30-Jährige wurde am Dienstag zu einer Haftstrafe wegen Drogenschmuggels verurteilt.

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Mit 200 Gramm Crystal wurde der Dresdner im Bus erwischt. Dafür wurde er verurteilt.

Quelle: dpa

Dresden. Bei Daniel S.-K. hat man den Eindruck, dass er bisher eigentlich ziemlich geradlinig durchs Leben marschiert ist. Der 30-Jährige lebte von seiner Hände Arbeit und hielt sich wohl auch sonst an die Regeln. Sein Bundeszentralregister enthält einen einzigen Eintrag: Er war einmal ohne Fahrerlaubnis Auto gefahren, die Strafe hat er längst bezahlt. Gelegentlich, das räumte er am Dienstag vor dem Dresdner Landgericht ein, habe er sich in Tschechien ein oder zwei Gramm Crystal für den Eigenbedarf besorgt.

Schuld daran, sei die Trennung von seiner Frau gewesen, die ihn sehr mitgenommen und seelisch belastet hat. Aber er fand eine neue Frau und neue Arbeit und war wieder auf dem besten Weg. Doch dann bekam er ein unmoralisches Angebot und konnte nicht widerstehen. Das brachte ihm jetzt eine mehrjährige Haftstrafe wegen Drogenschmuggels ein.

Ein Bekannter aus Nürnberg, den er auf einer Party kennengelernt haben will, habe ihn gebeten, für ihn Crystal zu besorgen, Daniel S.-K., der wusste, was das Zeug in Nürnberg kostete, sah eine Möglichkeit, damit Geld zu verdienen. Er sagte zu und fuhr schließlich am 29. Oktober vergangenen Jahres mit dem Bus nach Petrovice, kaufte bei einem Vietnamesen zunächst Zigaretten zur Tarnung, dann 200 Gramm Drogen – einen Teil für seinen Kumpel, den anderen wollte er selbst verkaufen.

„Eine einmalige Finanzspritze“, nannte er die Aktion. Nach dem Kauf stieg er wieder in den Bus. Und hatte Pech, denn der wurde kontrolliert. „Wir hatten keine konkreten Anhaltspunkte, aber er war der einzige, der im Bus die Grenze passiert hatte, und so entschlossen wir uns zu einer Kontrolle“, erklärte ein Zollbeamter. Ein Drogentest an den Händen war positiv und so wurde der Angeklagte zur Dienststelle gebracht. Der 30-Jährige versuchte zwar im Polizeiauto, die zwei Tüten mit dem Crystal zunächst unter der Sitzbank zu verstecken. Den Beamten fiel dies aber auf. Zudem hatte der Angeklagte noch ein Einhandmesser dabei – der Umstand machte es zum bewaffneten Handeltreiben.

Dem Vietnamesen habe er für das Crystal 2000 Euro gezahlt, erklärte der Angeklagte. Die Summe korrigierte er später auf 3000 Euro. Trotzdem noch sehr wenig Geld. Normal sind auf dem Markt 20 Euro für ein Gramm.
Seltsam ist auch, dass er diese Menge überhaupt beim ersten Mal und ohne Absprache bekommen hat – oder war Daniel S.- K. dort doch häufiger Kunde als er allen Glauben machen wollte? Die Kammer verurteilte ihn zu drei Jahren und drei Monaten Haft. Das Urteil ist rechtskräftig.

Von Monika Löffler

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