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Dreharbeiten in Dresden: Kamerateam will Kindern Pegida erklären

Verständlich erklärt Dreharbeiten in Dresden: Kamerateam will Kindern Pegida erklären

Ein Kamerateam dreht sein Sonnabend in Dresden einen Beitrag über Pegida und verschiedene Gegenbewegungen. Das allein ist seit einiger Zeit in dieser Stadt nichts Ungewöhnliches mehr. Das Team macht jedoch etwas Besonderes: Sie drehen einen Beitrag für Kinder.

Moderatorin Siham El-Maimouni interviewt Lennart und Anna, die am Sonnabend in Dresden eine Schüler-Demo gegen Rassismus organisiert haben.
 

Quelle: Norbert Neumann

Dresden.  Ein Kamerateam dreht sein Sonnabend in Dresden einen Beitrag über Pegida und verschiedene Gegenbewegungen. Das allein ist seit einiger Zeit in dieser Stadt nichts Ungewöhnliches mehr. Das Team der Produktionsfirma tvision GmbH macht jedoch etwas Besonderes: Sie drehen einen Beitrag für Kinder.

Der Beitrag „Dauer-Demo – Was will Pegida eigentlich“ wird in der Reportagesendung „neuneinhalb – deine Reporter“ des WDR zu sehen sein. Mit der islamfeindlichen Bewegung ist haben sich die Macher diesmal ein besonders kontroverses Thema ausgesucht, das auch innerhalb von Familien für reichlich Diskussionsstoff sorgt. Moderatorin Siham El-Maimouni und ihr kleines Drehteam wollen nun die schwierige Aufgabe angehen, das Wie, Wo und Warum der Bewegung um Lutz Bachmann und Tatjana Festerling kindgerecht aufzubereiten. „Wir berichten immer auch über gesellschaftliche Themen, versuchen, sie so einfach wie möglich zu erklären, ohne zu werten“, beschreibt die junge Moderatorin ihre Arbeit. Jedes Thema, egal wie kompliziert es scheint und wie unterschiedlich die Meinungen dazu sind, kann man ganz einfach erklären. Davon profitieren nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene

Am Sonnabend nahm das Drehteam an einer Demonstration der Schüler-Initiative „Bildung statt Rassismus“ in Dresden teil und befragte zwei der Organisatoren, die beiden 17-jährigen Schüler Lennart und Anne. Auch für die Jugendlichen war es neu, von einem Kamerateam begleitet zu werden. „Es ist anders als bei ein Interview für die Zeitung. Wenn man sich beim Dreh verhaspelt, muss neu gefilmt werden“, erzählt Lennart nach den ersten Aufnahmen. Für die beiden Dresdner wird die Sendung „neuneinhalb“ auch ein Schritt in die Öffentlichkeit. Bisher versuchten sie so gut wie möglich ihre Anonymität zu wahren. Hasskommentare und Bedrohungen im Netz haben sie bereits erlebt. Trotzdem oder gerade deswegen wollen sie weiter Demonstrationen gegen Rassismus in Dresden organisieren. „Wir werden weitermachen, solange es Menschen gibt, die uns unterstützen“, kündigt Lennart an.

Für El-Maimouni war die Demonstration nur ein Teil der Recherche. Am Montag wird die 30-Jährige die Pegida-Kundgebung besuchen, zum ersten Mal in ihrem Leben. „Ich gehe da wertfrei rein und versuche, zu beschreiben, was passiert“, erklärt die junge Frau ihren Plan. Ihr eigener Migrationshintergrund ist nicht nur im Namen abzulesen, auch ihre wuscheligen schwarzen Locken transportieren die ausländischen Wurzeln der Duisburgerin optisch unmittelbar. Wie die Teilnehmer der Pegida-Kundgebung auf das ungewöhnliche Drehteam reagieren werden? Angst hat El-Maimouni keine. Für alle Fälle wird ihr Team aber von zwei Sicherheitsleuten begleitet.

Die Sendung aus Dresden wird am 19. März um 8.25 Uhr in der Sendung „neuneinhalb - deine Reporter“ im Ersten ausgestrahlt.

Von Franziska Schmieder

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