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Diskussion über Flüchtlingsheim in Prohlis

Ortschaftsrat Diskussion über Flüchtlingsheim in Prohlis

Das Ortsamt Prohlis hat sich den Sorgen und der Kritik der Anwohner in der Nähe der Flüchtlingsheime im Viertel angenommen. Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt stellte jetzt verschiedene Maßnahmen vor, um vor allem den Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigungen durch das Heim in der Boxbergerstraße entgegenzuwirken.

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Unter regem öffentlichen Interesse hat der Ortschaftsrat Prohlis über das Asylbewerberheim an der Boxberger Straße diskutiert.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Das Ortsamt Prohlis hat sich den Sorgen und der Kritik der Anwohner in der Nähe des Flüchtlingsheims im Viertel angenommen. In der jüngsten Sitzung stellte der Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt die verschiedenen Maßnahmen vor, um vor allem den Beschwerden der Anwohner über die Lärmbelästigung durch das Heim in der Boxbergerstraße entgegenzuwirken. Die Unterkunft befindet sich in einer ehemaligen Schule inmitten eines Wohngebietes. Zwischen den 140 Flüchtlingen und den Anwohnern kam es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten.

Lämmerhirt arbeitete eng mit der Heimleitung zusammen. Gemeinsam identifizierten sie mehrere Lärmquellen, welche zeitnah und ohne viel Aufwand beseitigt werden konnten. So wurde der Eingangsbereich mit der Security-Kontrolle vom rückwärtigen Teil des Gebäudes in den vorderen Haupteingang verlegt. „Im Heim herrscht striktes Alkoholverbot, dieses setzen die Sicherheitskräfte auch konsequent durch“, sagte Lämmerhirt am Montagabend im Ortsbeirat. Hierbei kam es immer wieder zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen und den Sicherheitsmännern, vor allem in den späten Abendstunden – sehr zum Nachteil der übrigen Bewohner.

Diese Kontrollen finden jetzt im Inneren des Heimes statt und durch die neue Lage des Eingangs schallt der Lärm nicht mehr im Karree. Das Rauchen im Außenbereich der Flüchtlingsunterkunft wurde in den Innenhof verlegt. Der vielleicht wichtigste Punkt ist jedoch, dass den notorischen Ruhestörern unter den Flüchtlingen an diesem sensiblen Standort Hausverbote erteilt werden. Nach dem letzten großen Polizeieinsatz in der Boxbergerstraße verwies die Heimleitung die zwei dafür verantwortlichen Asylsuchenden an andere Einrichtungen.

Die beiden zeigten sich für insgesamt drei Einsätze an einem Abend verantwortlich. Der erste erfolgte, nachdem es zu Handgreiflichkeiten zwischen einem betrunkenen Flüchtling und dem Haussicherheitsdienst kam, bei denen ein weiterer Bewohner mitmischte. Danach demolierten diese beiden Personen Fensterscheiben und provozierten damit den zweiten Einsatz. Später luden sie eine heimfremde Person ein, welche ebenfalls die Nachtruhe störte – die Polizei musste ein drittes Mal anrücken. „Störenfriede werden des Hauses verwiesen, es gibt klare Regeln im Haus“, betonte Lämmerhirt.

Es ist noch kein Ende der Interimslösung, also eine Schließung des provisorischen Übergangsheims, geplant. Der Ortsamtsleiter hofft aber, dass sich die Situation im Heim nach Abschluss der Renovierung des zweiten Gebäudes weiter entspannen wird. Es ist nämlich nicht geplant, die Platzzahl zu erhöhen, sondern die vorhandenen aufzuteilen und damit für mehr Privatsphäre zu sorgen. Bislang schlafen bis zu acht Personen in einem Klassenraum.

 Das Schicksal des Gebäudes als Schulstandort bleibt weiterhin ungewiss. Um weitere Problemfelder aufzudecken und der Prohliser Bürgerschaft eine Plattform zur sachlichen Diskussion zu bieten, findet am 17. März um 17 Uhr im Bürgersaal des Ortsamts Prohlis in der Prohliser Allee 10 eine Bürgersprechstunde statt.

Von Paul Felix Michaelis

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