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„Diffamierende“ Aussagen über Islamzentrum- Dresdner Sprecher: Keine Verbindung zur Muslimbrüderschaft

„Diffamierende“ Aussagen über Islamzentrum- Dresdner Sprecher: Keine Verbindung zur Muslimbrüderschaft

„Weder der Vorstand noch unser Imam haben in irgendeiner Weise Verbindung zur Muslimbruderschaft.“ Mit diesen Worten von Sprecher Khaldun Al Saadi widersprach das Islamische Zentrum (IZ) Dresden gestern der Behauptung des Politologen Hamed Abdel-Samad, die Einrichtung in Cotta werde von der Bruderschaft mitfinanziert und pflege inhaltliche Kontakte zu der umstrittenen Gruppe aus dem Nahen Osten.

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Mitglieder der Muslimbruderschaft demonstrieren in Kairo.

Quelle: Khaled Elfiqi

Diese Behauptung hatte der in Kairo geborene Wissenschaftler in einem Beitrag des ZDF-Politmagazins „Frontal 21“ aufgestellt (DNN berichteten). Das sei „grob diffamierend“ und falsch, sagte Al Saadi weiter. Er könne sich nicht erklären, woher Abdel-Samad sein Wissen nimmt.

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Tag der offenen Moschee in Dresden

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Der IZ-Sprecher äußerte sich gestern am Rande des Tages der offenen Moschee zu den Vorwürfen. Er räumte ein, die zwei Dippoldiswalder Jungen Samuel W. und Max P., die sich in Syrien der Terrorgruppe IS angeschlossen haben sollen, könnten in der Moschee gewesen sein. Sowohl beim Freitagsgebet als auch während des Fastenmonats Ramadam, an dessen letzten zehn Tagen die Moschee rund um die Uhr offen gehalten wird, „um sich spirituell zu reinigen“.

Ob sie allerdings tatsächlich in der Alfaruq Moschee waren, könne er nicht sagen. „Wir überprüfen nicht die Religiosität unserer Besucher“, erklärte Al Saadi diese Wissenslücke, „das IZ kann diese Jungen nicht zuordnen“. Radikaler Islamismus werde in der Alfaruq Moschee nicht gepredigt. „Wenn wir mitbekommen, dass sich jemand radikalisiert, dann schicken wir ihn nicht weg. Wir werden mit ihm sprechen, mit ihm auch zu unserem Imam gehen“, erklärte der IZ-Presseverantwortliche. In der Gemeinde am Flügelweg finde jedenfalls keine Radikalisierung statt. Vielmehr lehne das IZ die Terrorgruppe IS ab. „Diese Terroristen zerstören unsere Kultur“, sagte Al Saadi.

In den Predigten ist die Ablehnung des so genannten Heiligen Kriegs kein Thema. „Wir halten die Politik aus den Predigten raus“, erklärte der IZ-Sprecher, sie sei eher Thema in „informellen Gesprächen“.

Beim Tag der offenen Moschee hatten gestern Besucher unter anderem Gelegenheit, das Freitagsgebet zu verfolgen. Es wurde via Kamera und Lautsprecher aus dem Erdgeschoss in einen Raum im ersten Stock des Hauses am Flügelweg übertragen, denn im Gebetsraum selbst war zu wenig Platz. Etwas über einem Dutzend Gäste nutzte dieses Angebot. In seiner Predigt sprach der Imam über die Pflicht eines jeden Muslim, Almosen zu geben und Hilfe zu leisten, wann immer das nötig ist. „Gott verbietet das Gewalttätige“, stellte er fest.

www.izdresden.de

cs

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