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Dienstleister sieht gute Perspektiven für Büroflächen-Markt in Dresden

Immobilienmarkt Dienstleister sieht gute Perspektiven für Büroflächen-Markt in Dresden

Der Büroflächenmarkt in Dresden entwickelt sich weiterhin dynamisch. Das bilanziert der Immobiliendienstleister Aengevelt in seiner Bilanz für 2015. Danach ist der Umsatz mit Büroflächen gegenüber dem Vorjahr gestiegen und die Spitzenmiete in den City-Lagen auch. Die Immobilienexperten werten das positiv.

Der Büroflächenumsatz ist in Dresden im letzten Jahr leicht gestiegen.

Quelle: dpa

Dresden. Der Dresdner Büroflächenmarkt präsentierte sich 2015 dynamisch: Nach Analysen von Aengevelt-Research wurde in Dresden ein Flächenumsatz von rund 91 000 Quadratmetern erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (2014: rund 85 000 m²) ein Plus von 7 Prozent. Gegenüber dem mittleren 10-Jahresumsatz lag er sogar um 24 Prozent höher. Das Mittel für die Jahre 2005 bis 2014 bewegt sich bei 73 500 Quadratmetern. Dabei wurde eine Vermietung von 22 000 Quadratmetern Büroflächen aufgrund der Umwidmung zur Unterbringung von Flüchtlingen mit Blick auf entsprechende Branchenregeln nicht als „Büro“-Umsatz verbucht und gezählt. Das betrifft die Hamburger Straße. Die Anmietung reduziert jedoch auch den Leerstand, der für Dresden bilanziert wird.

„Damit ist Dresden nachhaltig in die erste Reihe der mittelgroßen deutschen Bürostandorte aufgerückt und zudem 2015 der drittgrößte ostdeutsche Büromarkt hinter Berlin und Leipzig“, erläutert Walter Zorn von Aengevelt-Research. Auch die Entwicklung der Spitzenmiete belege den Trend: Derzeit werden in Dresden im Spitzensegment 12,50 pro Quadratmeter Bürofläche erzielt. Das sind 50 Cent mehr als vor einem Jahr.

Die Zahlen liegen leicht über einer Analyse des Netzwerkes DIP – Deutsche Immobilienpartner, zu dem auch Aengevelt gehört. Demnach waren 88 000 Quadratmeter umgesetzt und eine Spitzenmiete von 12 Euro erzielt worden. Der Immo-Dienstleister begründet die Abweichungen, mit Abschlüssen, die erst nach der DIP-Analyse vollzogen wurden.

Für das Jahr 2016 prognostiziert Aengevelt einen erneut regen Büroflächenumsatz um 85 000 bis 90 000 Quadratmetern. Gleichzeitig baue sich der Leerstand weiter auf voraussichtlich 220 000 Quadratmeter ab. „Auch wenn marktgerechte Büroflächen dabei zunehmend knapper werden, erwarten wir für 2016 einen lediglich moderaten Anstieg des mittleren Mietniveaus, während die Spitzenmiete stabil bleiben dürfte. Damit bleiben die Büroraumkosten in Dresden ansiedlungsfreundlich und zudem im bundesweiten Vergleich ausgesprochen wettbewerbsfähig“, ergänzte Zorn. In Düsseldorf liegen Spitzenmieten bei 26 und in Frankfurt/Main bei 39 Euro pro Quadratmeter.

Dank der Großvermietung über 20 000 Quadratmeter an das Jobcenter erreichte der öffentliche Bereich 2015 einen Flächenumsatz von rund 36 000 Quadratmetern und eine Marktquote von 40 Prozent (2014: 16 400 Quadratmeter, 19 Prozent). An zweiter Stelle folgen unternehmensbezogene und beratende Dienstleister (27 800 m²) und an dritter Stelle Medien- beziehungsweise IT- und Kommunikationsfirmen (17 700 m²). In Dresden dominieren – wie auch in Leipzig – in der Regel kleinere Mieteinheiten das Marktgeschehen. 2015 seien dagegen verstärkt Umsätze im Flächensegment von 2000 Quadratmeter und größer registriert worden. Hier machte sich vor allem der Abschluss für das Job-Center bemerkbar. Der Büroflächenleerstand in Dresden nehme seit Jahren stetig ab. Dieser Trend hielt auch 2015 weiter an
und wurde durch die Umwidmung von Büroflächen zur Unterbringung von Flüchtlingen (Hamburger Straße) noch verstärkt. Derzeit stehen in Dresden rund 240 000 Quadratmeter Bürofläche leer (2014: 260 000 Quadratmeter). Die Leerstandsquote ist damit bei einem Gesamtbüroflächenbestand von rund 2,48 Millionen Quadratmetern innerhalb eines Jahres von 10,5 Prozent auf aktuell 9,7 Prozent gesunken.

Grundsätzlich verfüge Dresden weiterhin über ein komfortables Angebot an freien Büroflächen. Allerdings werde in Dresden Neubau zunehmend notwendig. In der City, im wesentlichen Alt- und Neustadt, könnten nicht mehr alle Nachfrager bedient werden. Die mittleren Mieten im Citybereich erhöhten sich von rund 8,50 auf 9,10 pro Quadratmeter.

Von Ingolf Pleil

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