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„Die moderne Frau kocht ohne Sau“ - Tausende Dresdner demonstrierten am Samstag gegen Massentierhaltung

„Die moderne Frau kocht ohne Sau“ - Tausende Dresdner demonstrierten am Samstag gegen Massentierhaltung

"Wir haben die Agrarindustrie satt". Unter diesem Motto demonstrierten am Samstagmittag tausende Dresdner und Sachsen gegen Massentierhaltung und für bessere Bedingungen in der Landwirtschaft.

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Quelle: Julia Vollmer

Nach Schätzungen der Polizei waren 3000 Demonstranten zum Sammelpunkt an den Neustädter Bahnhof gekommen, um von dort aus in die Innenstadt und vor die Staatskanzlei zu ziehen.

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Tausende demonstrierten gegen Massentierhaltung und für bessere Bedingungen in der Landwirtschaft

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Mit Transparenten wie „Die moderne Frau kocht ohne Sau“ und „Kein Tier essen“ machten sie sich ihrem Ärger über die Zustände in der industriellen Landwirtschaft Luft. Am Ende des Zuges fuhren rund 20 Traktoren. Aufgerufen zur Demo hatte das Agrar- und Verbraucherbündnis „Meine Landwirtschaft Sachsen“, das sich für einen Wandel in der sächsischen Agrarpolitik einsetzt. „Naturschutz, Klima- und Bodenschutz stehen in der konventionellen Landwirtschaft am Rand“, kritisierte Felix Ekardt der Vorsitzende des BUND Sachsen.

Das Bündnis „Meine Landwirtschaft Sachsen“ setzt sich unter anderem für gesundes und regionales Essen für alle, ehrliche und verständliche Produktkennzeichnungen und faire Preise und Marktregeln für die Landwirtschaftsbetriebe ein. Außerdem soll es künftig nach Willen der Aktivisten eine artgerechte und transparente Tierhaltung, Freiheit für die Saatgutvielfalt und eine verstärkte Förderung regionaler Lebens- und Futtermittelerzeugung geben.

„Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Massentierhaltung und immer billiger werdende Lebensmittel, deshalb sind wir heute hier“, so zwei Mädchen, die als Kühe verkleidet waren. Als Ordner eingeteilt waren zwei Mitglieder der Dresdner Greenpeace Gruppe. „Ich bin Veganer und esse überhaupt kein Fleisch. Meine Lebensmittel versuche ich so gut es geht in der Verbrauchergemeinschaft zu kaufen. Unterwegs darf es natürlich auch mal ein normaler Supermarkt sein“, erzählt Stephan. Seine Kollegin ergänzt: „Ich verstehe die Menschen, die behaupten, sich Bioerzeugnisse nicht leisten zu können, immer nicht so ganz. Wenn einem das eigene gute Gewissen wirklich wichtig ist, muss man eben zugunsten des Biomarktes auf andere Dinge verzichten.“ Die Umweltorganisation „Bund“ forderte während der Demo eine stärkere Förderung des Biolandbaus, eine Abschaffung der Massentierhaltung und eine Neuordnung der Agrarsubventionen.

jv

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