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Die dritte Halbzeit - Verhandlung wegen Prügelei nach Dynamo-Spiel

Recht und Justiz Die dritte Halbzeit - Verhandlung wegen Prügelei nach Dynamo-Spiel

m Sachsenderby Dresden gegen Chemnitz am 27. September 2014 bekam Sascha B., ein Fan der Chemnitzer, Prügel. Wegen gefährlicher Körperverletzung musste sich Robert L. jetzt vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten.

Dresden. September vergangenen Jahres schlug die SG Dynamo Dresden im Sachsenderby den Chemnitzer FC mit 1:0. Erst wenige Minuten vor Spielende schoss Sylvano Comvalius mit einem Kopfballtreffer die Schwarz-Gelben zum Sieg. Spielberichten zufolge sahen die 29 652 Zuschauer, vor allem in der ersten Halbzeit, ein eher langweiliges Spiel.

Die dritte Halbzeit Dresden gegen Chemnitz war dann schon viel aufregender - vor allem rund um den Hauptbahnhof und den Wiener Platz. Dort wimmelte es von Fans beider Mannschaften und Polizisten, die versuchten, die Gruppen auseinander zuhalten und Prügeleien zu verhindern - was schwierig ist und nicht gelang. Sascha B. zum Beispiel, ein Fan der Chemnitzer, bekam Prügel. Wegen gefährlicher Körperverletzung musste sich Robert L. jetzt vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Er soll den 26-Jährigen an jenem Nachmittag gegen den Bauzaun am Wiener Loch gedrückt und mit Faustschlägen traktiert haben. Der Angeklagte machte vor Gericht keine Angaben zur Sache. Bei seiner Polizeivernehmung hatte er angegeben, keine Handgreiflichkeiten begangen zu haben.

"Wir waren sieben Leute, da war auch eine Frau und zwei Kleine dabei. Nach dem Spiel wollten wir noch etwas essen gehen und dann nach Hause fahren", erzählte Sascha B. "Wir trugen normale Kleidung und waren nicht als Fußballfans erkennbar. Aber einige Dynamo-Fans waren uns vom Stadion aus gefolgt." Mehrere Personen seien dann auf sie zugekommen und hätten gefragt, ob sie Chemnitzer Fans seien, was sie verneinten. "Ich wurde in eine Seitengasse gezogen. Dort standen circa 15 Leute, die mich ausfragten - ich fühlte mich richtig bedroht. Jemand schrie dann ,die Bullen kommen'. Alle rannten weg und einer verpasste mir noch Faustschläge ins Gesicht. Aber der auf der Anklagebank ist nicht der, der mich geschlagen hat." Saschas Bruder Dominik, der die Polizei auf die flüchtenden Leute aufmerksam gemacht hatte, bestätigte dies. Die Beamten hatten einige festgenommen - darunter auch Robert L. "Den habe ich dort gesehen, er war mit weggelaufen, aber er war nicht der Schläger." Robert L. wurde vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Eine Mittäterschaft konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

ml

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