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Die Technische Universität Dresden ist seit einem Jahr exzellent

Die Technische Universität Dresden ist seit einem Jahr exzellent

Die Technische Universität Dresden hat es gewagt - und fast alles gewonnen. Vor gut einem Jahr, am 15. Juni 2012, fiel die mit Spannung erwartete Entscheidung in der neuen Exzellenz-Runde deutscher Hochschulen.

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Hans Müller-Steinhagen, der Rektor der TU Dresden. (

Quelle: Arno Burgi)

Die TU Dresden erhielt den Zuschlag und wurde als eine von elf deutschen Exzellenzuniversitäten ausgezeichnet.

Gleichzeitig wurden ihr das Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics Dresden“ und eine Fortsetzung des bereits geförderten Clusters „Center for Regenerative Therapies Dresden“ und der Graduiertenschule „Dresden International Graduate School for Biomedicine und Bioengineering“ bewilligt. Damit stehen den Dresdnern bis Ende 2017 zusätzliche Gelder in Höhe von 135,4 Millionen Euro zur Verfügung - nicht ganz soviel, wie für die Projekte beantragt war. Knapp 172 Millionen Euro standen hinter der Bewerbung.

Aber auch so kann die TU weiter an ihrem exzellenten Image arbeiten. „Die TU hat sich in den vergangenen 20 Jahren in die Spitzengruppe vorgearbeitet. Wir sind noch nicht ganz auf dem Gipfel“, sagte Rektor Hans Müller-Steinhagen kurz vor der Verkündung. Die Bewerbung um den Titel hatte der leidenschaftliche Bergsteiger oft mit einem Gipfelsturm verglichen. Ein Jahr später will er nun Bilanz ziehen und berichten, ob die Luft an der Spitze dünner geworden ist.

Eines steht freilich schon vorher fest: Die Exzellenz will jeden Tag aufs Neue hart erarbeitet sein. Nur gelegentlich richten sich die Scheinwerfer der Öffentlichkeit auf einzelne Projekte - so wie Ende Februar, als beim Start des „Center for Advancing Electronics Dresden“ der nach Angaben des Clusters weltweit erste chemische Mikrochip vorgestellt wurde. Er funktioniert nicht auf Basis von Silizium, sondern wird mit Chemikalien gesteuert. An dem Projekt sind bereits Dutzende Forscher beteiligt, 2014 sollen es schon 200 sein - neben Physikern und Chemikern auch Biologen, Informatiker und Elektrotechniker.

„Die umfassende Herangehensweise ist bisher einzigartig auf der Welt“, sagt Zentrumschef Gerhard Fettweis. Bis zur Krönung der TU Dresden hatten neun deutsche Universitäten den Elitestatus. Aus einem ostdeutschen Flächenland war bis dato keine Hochschule dabei. In der letzten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes blieb von drei Startern aus dem Osten nur Dresden übrig. Leipzig und Jena schafften es nicht über das „Basislager“ hinaus.

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Am Verbund der exzellenz-Bewerbung sind selbst die Staatlichen Kunstsammlungen beteiligt.

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Müller-Steinhagen hielt die Bewerbung für eine Pflicht. Sich nicht zu bewerben, wäre ein fatales Signal gewesen, gab er zu Protokoll. „Damit hätten wir von vornherein gesagt: Wir wollen nicht in der Ersten Liga spielen.“ Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) hält die Exzellenz für eine Voraussetzung, um international wahrgenommen zu werden. Die Technische Universität Dresden kann sich zwar vom Etat her nicht mit den großen Hochschulen in Europa oder den USA messen. Aber auch sie kann daraus schöpfen, in eine blühende Wissenschaftslandschaft eingebettet zu sein.

Je drei große Max-Planck- und Leibniz-Institute befinden sich in Dresden, auch die Helmholtz-Gemeinschaft - die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands - ist präsent. Für die Fraunhofer-Gesellschaft ist Dresden bundesweit der größte Standort. Und nicht zuletzt haben die Gründerväter dazu beigetragen, dass Dresden auf Gebieten wie der Elektrotechnik zum Maß aller Dinge in Deutschland gehört.

Im aktuellen Hochschul-Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung hat die TU Dresden in den Fächergruppen Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau, Werkstofftechnik/Materialwissenschaft und Psychologie die Note „sehr gut“ erhalten.

Jörg Schurig, dpa

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