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Die TU Dresden will Exzellenz-Uni werden – Aber wie geht das?

Die TU Dresden will Exzellenz-Uni werden – Aber wie geht das?

Ulrich Marsch stellt Dinge sofort klar. Fragt man den Pressesprecher der TU München (TUM), was ein „Elite-Titel“ so alles bewirke an einer Hochschule, korrigiert er: Die TUM, die seit der ersten Phase der Exzellenzinitiative gefördert wird, sei keine Elite-Uni, sondern eine Exzellenz-Universität.

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TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert beim Experimentieren in Dresden.

Quelle: Stephan Lohse

„Weil wir exzellente Forschung betreiben“, so Marsch.

Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn für den Exzellenz-Titel reicht es nicht aus, exzellente Forschung zu betreiben. Vielmehr muss die Hochschule den im Rahmen der Exzellenzinitiative zuständigen Bewilligungsausschuss – bestehend aus der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrats (WR) sowie Vertretern von Bund und Ländern - mit ihrem Zukunftskonzept überzeugen. Und nicht nur das: Der Bewerber muss auch mindestens einen Antrag jeweils in den ersten beiden Förderlinien (Exzellenzcluster und Graduiertenschule) bewilligt bekommen. Erst dann steht dem Exzellenz-Titel nichts mehr im Wege.

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Am Verbund der exzellenz-Bewerbung sind selbst die Staatlichen Kunstsammlungen beteiligt.

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Hans Müller-Steinhagen, der Rektor der TU Dresden, hofft auf den Exzellenz-Titel für seine Hochschule. „Der Titel wäre nicht nur für die TU, sondern für ihr gesamtes Umfeld, für die Stadt Dresden und den Freistaat ein großer Erfolg.“ Ein derartiges Siegel würde vor allem die Chance erhöhen, sich auch international zu einer der führenden und leistungsstärksten Universitäten zu entwickeln.

Die Förderlinie Zukunftskonzepte steht in der Verantwortung des Wissenschaftsrates. Die Bewertung der Projekte berücksichtigt sowohl die gegenwärtige Forschungsstärke einer Universität als auch das vorgelegte Zukunftskonzept. Grundsätzlich werde also sowohl der Status quo als auch das Zukunftskonzept betrachtet, sagt Katja Malsch vom Wissenschaftsrat. „Es wird geschaut, was an Wissenschaft und Infrastruktur an den Universitäten vorhanden ist und was geplant wird“, erklärt sie. Dann werde entschieden, welches Potential sich für die Hochschule aus dem Zusammenspiel zwischen Gegenwart und möglicher Zukunft ergibt.

Der Wissenschaftsrat entscheidet nach eigenen Angaben, inwiefern eine Universität exzellente Forschung in verschiedenen Wissenschaftsbereichen betreibt und sie eine positive Entwicklung vorweist. Der Nachweis herausragender Forschungsqualität könne etwa durch Erfolge in der ersten und zweiten Förderlinie (Graduiertenschule und Exzellenzcluster) erfolgen. Außerdem bewerten die Experten, ob das Zukunftskonzept eine Steigerung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Universität erwarten lässt.

Auch in den ersten beiden Förderlinien, für die die DFG zuständig ist, wird vor allem auf die wissenschaftliche Qualität, den interdisziplinären Ansatz und die internationale Sichtbarkeit geblickt. „Es sind viele Einzelkriterien, aus denen sich die wissenschaftliche Exzellenz ergibt“, weiß Marco Finetti, der Pressesprecher der DFG. Natürlich gebe es einzelne Kriterien, die in einer Förderlinie eine größere Rolle spielten. So sei etwa das Kriterium „Konzepte zur Nachwuchsförderung“ besonders relevant für die 1.Förderlinie (Graduiertenschule). „Aber grundsätzlich stehen die Kriterien nebeneinander“, so Finetti. Es gehe ja um Spitzenforschung auf internationaler Ebene und da spielten alle Kriterien mit hinein.

Leonie Born

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