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Die „Soziale Kümmerin“ erleichtert den Alltag in der Dresdner Johannstadt

Für Senioren und Hilfsbedürftige Die „Soziale Kümmerin“ erleichtert den Alltag in der Dresdner Johannstadt

Mit dem Eintritt in das Rentenalter gehen einige Kontakte verloren, die Kinder sind schon längst aus dem Haus und manch einer muss den Tod des Partners verkraften – für solche Fälle bietet die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) seit Mai 2015 den Dienst der Sozialen Kümmerin an.

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Claudia Windisch (l) ist die „Soziale Kümmerin“ in der Johannstadt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Mit dem Eintritt in das Rentenalter gehen einige Kontakte verloren, die Kinder sind schon längst aus dem Haus und manch einer muss den Tod des Partners verkraften – für solche Fälle bietet die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) seit Mai 2015 den Dienst der Sozialen Kümmerin an. Übernommen hat diese Aufgabe Claudia Windisch. In Dresden ist das Projekt in dieser Form einzigartig.

Die WGJ verwaltet insgesamt 7600 Wohnungen, in denen rund 15 0000 Menschen wohnen. Die „Sozialen Kümmerer“ sind Ansprechpartner, die allen Bewohnern des Quartiers zur Verfügung stehen und bei Bedarf Hilfe- und Handlungsketten initiieren. Durch gezielte Informationsvermittlung an Dienstleister im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie der Einbindung von ehrenamtlichem Engagement kann so das Leben in der eigenen Häuslichkeit unterstützt werden.

Claudia Windisch kümmert sich um die Menschen im „Kiez“, wie sie sagt, besonders um die Älteren und Menschen mit Behinderungen. Sie vermittelt und koordiniert die 16 Alltagshelfer. Eine dieser Helfer ist Birgit Veldung. Einmal in der Woche kümmert sie sich um die 83-Jährige Renate Tietze. Zusammen gehen sie ins Kino, Theater oder sie begleitet die verwitwete Seniorin zur Darmspiegelung.

Das Staatsministerium fördert das Projekt der „Sozialen Kümmerin“ pro Jahr an sechs Standorten in Sachsen, unter anderem in Chemnitz und Zwickau, mit insgesamt 135 000 Euro. „Alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, sollen sich selbstbestimmt in allen öffentlichen Räumen ohne Hilfe und ohne Voranmeldung bewegen können. Dazu müssen wir noch mehr Barrieren abbauen und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote ausbauen“, erklärt die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch. „Mit dem Pilotprojekt in Dresden prüfen wir, ob eine Vertrauensperson, die direkte und unbürokratische Hilfe vor Ort geben kann, ein Baustein sein kann – und ob das Projekt mit in den Haushaltsplan gebunden wird.“

Von Juliane Weigt

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