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Die Schweinegrippe kehrt zurück - Lage in Dresden mit 16 Erkrankungen bisher noch ruhig

Die Schweinegrippe kehrt zurück - Lage in Dresden mit 16 Erkrankungen bisher noch ruhig

Vor vier Jahren hielt die Schweinegrippe die Welt in Atem. Jetzt ist sie wieder auf dem Vormarsch. In Leipzig gibt es seit Jahresbeginn bereits mehr Grippefälle als im gesamten vergangenen Jahr. Dass es sich dabei tatsächlich um das H1N1-Virus, den Erreger der Schweinegrippe handelt, bestätigte der Leipziger Virologe Uwe Gerd Liebert auf DNN-Anfrage.

In Dresden sieht es mit 16 gemeldeten Influenza-Fällen noch ruhig aus. Der Wert sei für die Jahreszeit nicht unüblich, hieß es aus dem Gesundheitsamt.

Dennoch könnte diese Ruhe trügerisch sein. "Die Influenza verläuft schwerer als in den vergangenen drei Jahren", sagt der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Leipzig, Uwe Gerd Liebert. Große Unterschiede zwischen Dresden und Leipzig seien dabei nicht zu erwarten. "Wenn man die Ausbreitung der Viren beobachtet, muss man Mitteleuropa oder mindestens Deutschland betrachten", betont der Virologe. Derzeit sei es aber viel zu früh, den genauen Verlauf zu prognostizieren.

Sollte es ähnlich sein wie 2009, wäre eine Vervierfachung der Fallzahlen möglich, so Liebert. Dass der Trend nach oben zeigt, hat auch Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut in Berlin registriert. "Wir können eine steigende Tendenz erkennen. Die Grippewelle hat begonnen." Vor allem bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Lungenentzündungen, die ein Frühindikator für eine Influenza sein können, liege der Osten Deutschlands über dem Bundesschnitt, bisher allerdings nur leicht. Schlechter sieht es da schon in Tschechien aus.

Wie Radio Prag meldet, gibt es derzeit etwa 128 Grippefälle auf 100000 Einwohner, was laut Chef-Hygieniker Vladimir Valenta als epidemisch gilt. Fünf Menschen, die mit schweren Grippesymptomen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, starben vorige Woche. Mittlerweile sind 19 Menschen tot. Keine der eingelieferten Personen sei geimpft gewesen, hieß es. Dass es dafür auch bei uns zu spät sein könnte, denkt Uwe Gerd Liebert. "Der Schutz stellt sich erst nach zehn Tagen ein. Wer sich in dieser Zeit ansteckt, könnte wegen der Schwächung durch die Impfung doppelt zu leiden haben."

Im Dresdner Gesundheitsamt wird dennoch munter weiter geimpft: "Wir haben in der Impfstelle einen normalen Betrieb ohne Unterschied zu den Vorjahren. Grippeimpfungen sind auch zum jetzigen Zeitpunkt noch möglich", sagt der Sachgebietsleiter Impfen, Jörg Wendisch, der eine schnelle Verbreitung der Viren durch den internationalen Reiseverkehr ebenfalls für möglich hält. Aus Tschechien komme die gegenwärtige Grippewelle aber nicht, stellt Virologe Liebert klar: "In den vergangenen 20 Jahren kamen die Viren in der Regel über Portugal und Irland zu uns. So ist es auch diesmal."

STH

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