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Die S-Bahn Dresden ermöglicht Flüchtlingskindern Zoo-Ausflug

Flüchtlinge Die S-Bahn Dresden ermöglicht Flüchtlingskindern Zoo-Ausflug

Die Deutsche Bahn AG hat am Donnerstagvormittag 16 Flüchtlingskindern und ihren Familienangehörigen einen Ausflug in den Dresdner Zoo ermöglicht. Seit 2011 lädt die zur Deutschen Bahn gehörige S-Bahn Dresden regelmäßig Kindergartengruppen zu Zielen in und um Dresden ein.

Exotische Tiere  konnten die Flüchtlingskinder am Donnerstagvormittag hautnah erleben

Quelle: August Modersohn

Dresden. Die Deutsche Bahn AG hat am Donnerstagvormittag 16 Flüchtlingskindern und ihren Familienangehörigen einen Ausflug in den Dresdner Zoo ermöglicht. Seit 2011 lädt die zur Deutschen Bahn gehörige S-Bahn Dresden regelmäßig Kindergartengruppen zu Zielen in und um Dresden ein, die Fahrt in den Zoo stellte den diesjährigen Abschluss der sogenannten Kinderzug-Fahrten dar.

Die Kinder, die aus Eritrea, Libyen und Syrien kommen und zur Zeit in der Flüchtlingsunterkunft in der Nöthnitzer Straße untergebracht sind, bekamen im Zoo eine kindergerechte Führung. Übersetzt wurde sie von ehrenamtlichen Dolmetschern und Helfern, die die Kinder schon aus der Unterkunft kannten.

„Wir möchten mit dieser Aktion zeigen, dass die S-Bahn Dresden für ein friedliches, hilfsbereites und tolerantes Miteinander eintritt“, sagte Martin Gawalek, Leiter Marktgebiet Sachsen der DB Regio AG. „Die Kinder sollen einfach einen schönen Tag erleben. Wir freuen uns, wenn wir für ein bisschen Abwechslung sorgen können“, so Gawalek weiter.

16 Flüchtlingskinder und ihre Familienangehörigen waren im Zoo zu Gast.

16 Flüchtlingskinder und ihre Familienangehörigen waren im Zoo zu Gast.

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Annette Raisch, ehrenamtliche Helferin in der Flüchtlingsunterkunft an der Nöthnitzer Straße, pflichtete Gawalek bei: „Für die Kinder sind Ausflüge und die damit verbundene Abwechslung enorm wichtig. Der Zoobesuch ist ein richtiger Höhepunkt.“ Raisch arbeitet eigentlich in der Öffentlichkeitsarbeit für das Uni-Klinikum, seit August engagiert sie sich in ihrer freien Zeit in der Nöthnitzer Straße und organisiert wöchentliche Ausflüge für die Flüchtlinge.

Mit im Zoo dabei ist Abdulkader, ein zwölfjähriger Junge aus Syrien, der sich im Flüchtlingsheim schon ein bisschen deutsch angeeignet hat. „Ich bin mit meiner Familie in München angekommen, Dresden gefällt uns aber mehr.“ Im Zoo hat er sich besonders auf die Elefanten gefreut, er habe vorher noch nie welche gesehen.

„Einige der Kinder kennen Zoos zwar aus ihrer Heimat, zumindest in Damaskus in Syrien gibt es einen“, so Raisch. „Aber die wenigsten waren schon einmal in einem drin.“ Die Aufregung ist den Kindern ins Gesicht geschrieben, es wird von Gehege zu Gehege aufs Neue gestaunt, gekichert und gelacht. Für einige Augenblicke scheint das erlebte Leid der Familien zumindest kurz vergessen zu sein. Die Initiatoren haben den Kindern mit dem Ausflug in den Zoo etwas Freude geschenkt.

August Modersohn

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