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Die Mühsal mit dem bunten Herbstlaub

Stadtreinigung im Stress Die Mühsal mit dem bunten Herbstlaub

Die Laubbeseitigung in Dresden ist bereits in vollem Gange. Wie jedes Jahr müssen wieder zwischen 3200 und 3700 Tonnen Blätter im gesamten Stadtgebiet entsorgt werden. Auf allen Straßen, Wegen und Plätzen beseitigt die öffentliche Straßenreinigung die Spuren des Herbstes.

Quelle: Archiv

Dresden. Die Laubbeseitigung in Dresden ist bereits in vollem Gange. Wie jedes Jahr müssen wieder zwischen 3200 und 3700 Tonnen Blätter im gesamten Stadtgebiet entsorgt werden. Auf allen Straßen, Wegen und Plätzen beseitigt die öffentliche Straßenreinigung die Spuren des Herbstes. Für diese Arbeit stellt die Stadtreinigung Dresden täglich zwischen 40 und 45 Mitarbeiter in zwei Schichten ab. Bei besonders großen Laubmengen - zum Beispiel nach Frost oder einem Sturm - wird eine weitere Schicht am Sonnabend mit 20 Mitarbeitern gefahren.

Zusätzlich kümmern sich bis zu 50 Gärtner des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienstleistungen darum, dass das Laub in öffentlichen Park- und Grünanlagen sowie von Spielplätzen entfernt wird. Externe Auftragnehmer beschäftigen darüber hinaus je nach Aufwand zwischen drei und 40 Mitarbeiter.

Sieben Kehrmaschinen halten die Wege, großen Plätze und die Grünflächen sauber. Für unzugängliche Areale kommen drei Laubbläser zum Einsatz. Kleintransporter bringen dann das Laub tonnenweise zur Kompostierung in die Humuswirtschaft Kaditz oder auf den Kompostplatz des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienstleistungen.

Die Stadt muss für die Entsorgung und Kompostierung des Herbstlaubes auf den Straßen alljährlich mindestens 128 000 Euro einplanen. Hinzu kommen die Räumungskosten für öffentliche Grünanlagen und Spielplätze. Die Blätter werden hier durch angestellte Gärtner der Stadt weggeräumt. Aus diesem Grund gibt es keinen gesonderten Posten im Stadthaushalt, so dass die Gesamtausgaben des alljährlichen Herbstputzes nur geschätzt werden können.

Witterungsabhängig dauern die Arbeiten meist bis Dezember. Wenn es bis dahin jedoch eine geschlossene Schneedecke oder längere Frostperioden geben sollte, kann das liegen gebliebene Laub erst im Frühjahr weggeräumt werden.

Dresdner dürfen geringe Mengen von Grünabfällen wie Blumen, Laub, Unkraut, Fallobst oder Blumenerde problemlos in der hauseigenen Biotonne entsorgen. Im Herbst muss man mit den anfallenden großen Mengen an organischen Abfällen anders umgehen. Laub und Gartenabfälle, welche nicht auf dem eigenen Kompost landen, können Gartenpächter und Grundstücksbesitzer zu den kommunalen Wertstoffhöfen oder Sammelstellen bringen.

Im Stadtgebiet von Dresden gibt es 15 solcher Anlaufstellen. Prinzipiell kann man hier das ganze Jahr über beliebig große Mengen privater Gartenabfälle entsorgen, egal ob Schnittreste oder Laub. Allerdings muss man dafür eine Gebühr entrichten (siehe Service).

Wer ein Grundstück besitzt, ist nach Paragraf drei der Straßenreinigungssatzung als Anrainer dazu verpflichtet, das Laub von den Gehwegen und Straßen vor seinem Grundstück zu entfernen.

Das Laub von Straßenbäumen kann noch bis zum 19. Dezember kostenlos bei allen Wertstoffhöfen und Sammelstellen abgegeben werden. Wer das Laub mit Grünschnitt oder anderen Gartenabfällen vermischt, wird allerdings zur Kasse gebeten und muss die normalen Gebühren entrichten.

Die kostenlose Annahme von Laub gilt nur für private Haushalte in Dresden. Gewerbetreibende sind von der Regelung ausgenommen und müssen Gebühren entrichten. Zudem dürfen Einwohner aus dem Dresdner Umland das städtische Angebot nicht nutzen.

Prinzipiell verboten ist es in Dresden, Laub, Äste und andere Grünabfälle zu verbrennen. Darüber hinaus sollten die Blätter der Rosskastanie nicht auf dem eigenen Kompost entsorgt werden. Meist sind diese von der Miniermotte befallen, ein eingeschlepptes Insekt aus Südosteuropa. Die kleinen Schädlinge nisten sich im Laub dieser Bäume ein. Sie sind der Grund, warum viele Kastanienblätter schon im Frühsommer welk erscheinen. Dadurch wird die Kastanie geschwächt, da die Photosynthese und somit die Nährstoffversorgung erschwert wird. Von der Miniermotte befallenes Kastanienlaub kann man kostenfrei in allen genannten Einrichtungen abgeben. Die Stadt kann sie professionell - bei Temperaturen über 60 Grad Celsius - kompostieren, so dass die Larven und Puppen der Schadinsekten absterben.

von Paul Felix Michaelis

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