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Die Messe Dresden wächst weiter und möchte eine Alternative zum Kulturpalast sein

Die Messe Dresden wächst weiter und möchte eine Alternative zum Kulturpalast sein

Dresden.Es ist ein schöner Tag für die Messe Dresden. Denn was ist für einen Geschäftsführer angenehmer, als positive Bilanzzahlen zu präsentieren. Etwa 4,4 Millionen Euro Umsatz hat die Messe Dresden im vergangenen Jahr gemacht, informiert Ulrich Finger.

Dies sei eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. „Während das Messegeschäft deutschlandweit verloren hat, konnten wir stabil bleiben und haben sogar zugelegt", freut sich Finger.

„Das Konzept der Messe hat sich bewährt. Unsere Veranstaltungen sind erfolgreich und federn Umsatzschwankungen ab." Die Zahl der Besucher sei um ein knappes Fünftel gestiegen. Über eine halbe Million Gäste kamen im Jahr 2010 zur Messe Dresden. Große Hoffnungen setzt Geschäftsführer Finger auf den Umbau der Messehalle 1. Für eine Million Euro werden dort die Kapazitäten erweitert. Künftig soll die Halle 12 000 statt 10 000 Menschen fassen. Bei Sitzplatz-Konzerten finden 6000 Menschen Platz. Ein fester Garderobenbereich mit 4000 neuen Haken wird im Keller installiert.

„Wir sind kein Ersatz für den Kulturpalast, doch sicherlich eine Alternative", sagt Messechef Finger im Hinblick auf die vorübergehende Schließung des Kulturpalastes ab 2012. Mit dem komfortablen Backstage-Bereich biete die Messehalle teilweise sogar bessere Rahmenbedingungen. „Robby Williams hat sich sehr wohl gefühlt", bemerkt der Messe-Chef mit einem Augenzwinkern.

 Er hofft, dass Altrocker Jon Bon Jovi seinen Aufenthalt im Juni ähnlich genießt. Das Open-Air-Konzert der Band Bon Jovi wird eines der größten Veranstaltungen seit dem Tournee-Auftakt von Robby Williams im Jahr 2006. Deswegen fiebert Geschäftsführer Finger auch der neuen Messe-Straßenbahn entgegen, die am 1. Juni eröffnet wird: „Von der Messe-Bahn versprechen wir uns viel. Vor allem vor dem Hintergrund langer Staus nach Großveranstaltungen wird sie eine wesentliche Erleichterung sein."

Der Umbau des alten Röschenhofes zum Tagungszentrum soll Ende Mai abgeschlossen sein. Während der neue Saal Hamburg schon genutzt wird, laufen die Bauarbeiten zur Restaurierung des denkmalgeschützten Festsaals, des Gartensaals sowie fünf weiterer Räume auf Hochtouren. Die oberen Etagen des ehemaligen Schlachthofhotels - jetzt Börse Dresden - sind bereits vermietet. Ein Höhepunkt im diesjährigen Kalender ist die Kindermesse im September. Sie zieht von Hellerau ins Ostragehege. „Die neuen Räumlichkeiten haben uns überzeugt", sagte Daniela Kreißig, Geschäftsführerin der Kindermesse.

Weniger euphorisch sieht der Messechef die Pläne, aus der Internationalen Kunstausstellung Ostrale eine richtige Kunstmesse zu machen: „Die Hoffnungen haben wir derzeit auf Eis gelegt", sagt Finger. Die Künstlerszene sei sehr heterogen und nicht immer einfach zu händeln. Trotzdem liegt Finger viel an der Ostrale. Er möchte die Zusammenarbeit fortführen. 152 Künstler aus 24 Nationen haben im vergangenen Jahr ihre Werke ausgestellt.

Die Fakten zur Messe Dresden:

Die Messe Dresden erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,4 Millionen Euro. Die Zahl der Veranstaltungen stieg um neun Prozent auf 108 Veranstaltungen. Zudem erhöhten sich die Vermietungen der Messeflächen von 331 im Jahr 2009 auf 357 Vermietungen im Jahr 2010. Etwa 553 000 Gäste besuchten die Messe Dresden im vergangenen Jahr. Das waren 17 Prozent mehr Menschen als im Jahr 2009 (475 000).

Katrin Tominski

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