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Die Koalas sind in Dresden: Mullaya und Iraga sind der ganze Stolz des Zoos

Die Koalas sind in Dresden: Mullaya und Iraga sind der ganze Stolz des Zoos

Drei Jahre nach der Eröffnung ist das Prof-Brandes-Haus im Dresdner Zoo endlich komplett. Mullaya und Iraga sind die beiden neuen Bewohner und der ganze Stolz des Dresdner Zoos.

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Quelle: dpa

Der gehört nun zur illustren Liste von nur acht Einrichtungen in Europa, die Koalas halten dürfen.Seit Montag leben die beiden Neuzugänge in ihrer Anlage, am Freitag präsentierte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena seine beiden Stars der Öffentlichkeit. Jahrelang hatte der Zoo um die beiden gerungen. Die australische Regierung und der Zoo San Diego mussten zustimmen, Dresden musste dutzende Bedingungen erfüllen und am Ende darauf warten, dass Tiere frei werden. Hätte er gewusst, wie aufwändig es werden würde, "wir hätten die Finger davon gelassen", gab Ukena zu.Die viele Arbeit war am Freitag jedoch vergessen.

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Mullaya und Iraga sind die neuen Stars im Dresdner Zoo.

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Schon zur Eröffnung drängelten sich dutzende Besucher vor der Scheibe, hinter der die beiden grauen Beuteltiere sitzen und auf Ästen klettern. Die beiden Männchen leben in Sichtweite voneinander, sind jedoch getrennt. Und zwar aus gutem Grund: Männliche Koalas würden untereinander Revierkriege austragen. "Und die können hundsgemein beißen", sagt Olaf Lohnitz, der zusammen mit zwei Kollegen für die australische Tierart zuständig ist.Mullaya und Iraga haben Australien jedoch nie gesehen. Beide wurden im Zoo Duisburg geboren. "Wir geben sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge weg", verrät der Duisburger Tierpfleger Mario Chindemi, der die beiden seit ihrer Geburt betreut hatte. Er ist sich aber sicher: "Die beiden sind in Dresden gut aufgehoben."

Während der 2011 geborene Iraga bisher noch ein wenig mit der neuen Umgebung fremdelt, habe sich der ein Jahr jüngere Mullaya schon bestens eingelebt. "Der ist schon voll im Koala-Modus", freut sich Lohnitz. Koala-Modus bedeutet: Schlafen, Fressen, Schlafen, Fressen. Denn die Tiere sind auf Eukalyptus spezialisiert, der eigentlich giftig ist. Daher haben Koalas die Pflanze exklusiv für sich, die komplizierte Verdauung macht die Bären-ähnlichen Beuteltiere jedoch träge. Der Duisburger Experte Chindemi räumt jedoch mit einem Vorurteil auf. Die ätherischen Öle sorgten keineswegs dafür, dass Koalas benebelt im Ast sitzen. "Die können jederzeit loslegen und auch springen", verrät er.Die beste Chance, die beiden Jungs aktiv zu erleben, sei gegen 10.30 Uhr zur täglichen Fütterung. Mittwoch und Sonntag wird zudem 11 Uhr öffentlich gewogen. "Ansonsten ist es halt Glückssache", sagt Lohnitz.

Einen festen Rhythmus haben beide in Dresden noch nicht gefunden.Wunschlos glücklich sind die Dresdner allerdings noch nicht. Denn zu den beiden Männchen soll sich schnellstmöglich noch mindestens ein Weibchen gesellen, damit es auch in Dresden so schnell wie möglich Koala-Nachwuchs gibt. Der Platz dafür ist vorhanden. Hinter den Kulissen des Geheges gibt es vier weitere Anlagen. Im Idealfall sollen dem Publikum dann links ein Männchen und rechts eines oder mehrere Weibchen gezeigt werden. Wann es jedoch so weit sein wird, ist noch völlig unklar.

Stephan Lohse

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